150 Mio. Euro in sechs Monaten: Wie der Catalyst Fund von Horizon Capital den Wiederaufbau der Ukraine unterstützt

Das erste Closing des Catalyst Fund ist kein bloßes Versprechen, sondern ein konkretes Vertrauenssignal: Horizon Capital hat mehr als 150 Mio. Euro eingesammelt und plant, bis zu 3 Mrd. Euro in strategische Wirtschaftssektoren zu mobilisieren.

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Erster Schritt: 150 Mio. Euro — mehr als nur eine Zahl

Horizon Capital hat das erste Closing des Catalyst Fund bekannt gegeben und dabei mehr als 150 Mio. Euro eingesammelt. Das sind etwa die Hälfte des angekündigten Zielvolumens und wurde bereits sechs Monate nach dem Start während der Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine in Rom (Juli 2025) erreicht. Die Information wurde in einer offiziellen Pressemitteilung des Unternehmens veröffentlicht.

Struktur des Fonds und Prioritäten

Der Fonds setzt auf minoritär Beteiligungen in Partnerschaft mit führenden Investoren. Prioritäre Sektoren sind Energie, digitale Infrastruktur und Bauwesen: genau dort besteht das größte Defizit an privatem Kapital und der größte multiplikative Effekt für die Wirtschaft.

Horizon Capital verwaltet Vermögenswerte von über 1,8 Mrd. US-Dollar und verfügt über frühere Erfahrungen bei der Kapitalbeschaffung für die Ukraine: 2023 sammelte das Unternehmen 254 Mio. US-Dollar über den Horizon Capital Growth Fund IV ein.

"Der Catalyst Fund wurde geschaffen, um in Schlüsselbranchen der ukrainischen Wirtschaft zu investieren, mit einem bis zu zehnfachen Multiplikatoreffekt."

— Pressestelle Horizon Capital

Warum das jetzt wichtig ist

Geld in der Phase des Wiederaufbaus bedeutet nicht nur direkte Transaktionen, sondern auch ein Signal internationalen Vertrauens. Das erste Closing des Fonds zeigt, dass ein Teil der Investoren bereit ist, in Projekte mit realen Vermögenswerten und Ausrichtung auf den Binnenmarkt zu investieren. Für die Ukraine bedeutet das mehr Projekte, Arbeitsplätze und die Wiederherstellung kritischer Infrastruktur.

Risiken und wie es weitergeht

Der positive Start beseitigt nicht alle Fragen: Ob die geplanten 3 Mrd. Euro vollständig mobilisiert werden können, wie schnell die Projekte Risikoprüfungen durchlaufen und ob ausreichende staatliche Unterstützung vorhanden sein wird, um die Investitionsumsetzung zu beschleunigen. Ein großer Teil des Erfolgs wird davon abhängen, wie effektiv private Investoren mit dem Staat und lokalen Unternehmen zusammenarbeiten.

Fazit: Das erste Closing des Catalyst Fund ist eine wichtige Botschaft an Investoren und Partner. Der nächste Schritt besteht darin, dieses Vertrauenssignal in unterschriebene Verträge und reale Infrastrukturprojekte zu verwandeln. Ob das gelingt, ist eine Frage an Investoren, Staat und Markt gemeinsam.

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