Energiehölle bei Kiew: Wenn private Interessen der Oblenergo-Unternehmen zur Lebensgefahr werden

Während das Land gegen einen äußeren Feind kämpft, sind die Bewohner der Kiewer Region der inneren Untätigkeit ausgeliefert. Sofiivska Borshchahivka und Bilohorodka leben bereits seit einem Monat in einer Realität, in der sichtbarer Atem im Zimmer zur Normalität geworden ist und das Spülen der Toilette mit einem Eimer zur täglichen Herausforderung gehört.

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Eiszeit 20 Kilometer von der Hauptstadt

Stellen Sie sich vor: Draußen herrschen strenge Fröste, und in Ihrem Haus sind es +8°C. Sie versuchen, 110 Quadratmeter mit zwei "Heizlüftern" in jenen unglücklichen drei Stunden zu erwärmen, in denen Licht vorhanden ist, doch die Geräte keuchen wegen der niedrigen Spannung. Das sind keine Szenen aus einem Apokalypsenfilm, sondern das tägliche Überleben Tausender Ukrainer im Bezirk Bucha Stand Januar 2026.

Die Lage ist kritisch:

  • Rund 1000 Häuser allein in Kiew bleiben ohne Heizung, und in der Oblast Kiew erreicht diese Zahl Tausende.
  • Fast 60% der Einwohner der Hauptstadt und der angrenzenden Gebiete sind ständig ohne Strom.
  • Der Energie-Kollaps hat die Wasserversorgung zum Erliegen gebracht: Die Menschen sind gezwungen, Toiletten mit Waschschüsseln zu spülen, und gefrorene Fäkalien werden zur neuen Realität der Wohn- und Kommunaldienste.

Warum Transformatoren brennen: Beschuss oder systemische Gier?

Westliche Analysten und Energieexperten betonen: Man darf nicht alles allein auf Raketen schieben. Der Krieg hat lediglich die Metastasen eines Systems offengelegt, das über Jahre verfault ist. Während offizielle Stellen von "Zeitplänen" berichten, brennen in Sofiivska Borshchahivka (Gruppe 2.1) Transformatoren in Flammen.

Der Grund ist zynisch und einfach: Anlagen, ausgelegt für 50 Privathäuser, wurden über Jahre mit neuen Reihenhäusern und Geschäften "vollgehängt". "Zahlungen für den Anschluss wurden eingezogen, die Last erhöht — und jetzt schmelzen die Netze einfach", — empören sich Anwohner. Das ist nicht bloß ein technischer Fehler, sondern systematische Missachtung der Sicherheit zugunsten des Profits.

"Wir sind es leid, krank zu werden. Das Haus ist vollständig elektrifiziert, es gibt kein Gas. Wir sind vom Strom abhängig, der faktisch nicht existiert, selbst wenn in den Zeitplänen 'vorhanden' steht. Im Haus sind es 8 Grad — das ist kein Leben, das ist Überleben."

– Eine Anwohnerin von Sofiivska Borshchahivka

Mauer der Gleichgültigkeit: Wie das Oblenergo die Menschen "abfertigt"

Als eine empörte Gemeinde mit einer kollektiven Beschwerde ins Büro des Oblenergo kam, wurden sie nicht von Fachleuten mit Lösungen, sondern von verschlossenen Türen empfangen. Die Menschen warteten stundenlang auf einen Empfang, während ihre Daten aus den Pässen ohne jegliche Hilfsgarantien notiert wurden. Die interne Kommunikation des Monopolisten ist paralysiert: Mitarbeiter "wimmeln" Anträge häufig ab und behaupten, die Leute hätten angeblich Strom, obwohl ganze Viertel in der Dunkelheit bleiben.

Die Kraft der Gemeinschaft gegen den systemischen Kollaps

Diese Geschichte hätte tragisch enden können, wäre da nicht der Effekt sozialen Beweises und der Solidarität. Müde davon, auf die Reparaturbrigaden des Oblenergo zu warten, organisierten sich die Bewohner von Bilohorodka selbst. Die Gemeinde fand eigenständig Fachleute, die den Sicherungskasten wieder in Betrieb setzen konnten, und bewies: Wenn private Strukturen untätig sind, rettet nur die Einheit.

Kontext: Der Krieg verlangt den Energiearbeitern präzise Arbeit ab, doch er hebt nicht die Verantwortung für Entscheidungen auf, die lange vor den Angriffen getroffen wurden. Fehlentscheidungen im Management strategischer Vermögenswerte haben einen zu hohen Preis, den die Menschen heute mit ihrer Gesundheit bezahlen.

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