Schlägerei in Pechersk: Polizei prüft Hinweise auf Beteiligung des Ex-Trainers von Dynamo Oleksij Mychajlytschenko

Bei der Wiederherstellung der Wärmeversorgung in einem Kiewer Wohnhaus erlitt ein Mitarbeiter der Hausverwaltung (ЖЕД) Verletzungen; ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Wir klären, was bestätigt ist, welche Fakten widersprüchlich sind und warum der Fall für die Gesellschaft und das Vertrauen in die Institutionen wichtig ist.

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Was passiert ist

Im Pechersk-Bezirk von Kiew wurde bei Arbeiten zur Wiederherstellung der Wärmeversorgung ein 53‑jähriger Mitarbeiter einer Wohnungsinstandhaltungsstelle (ЖED) verletzt. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht und zur gerichtsmedizinischen Untersuchung überwiesen, um den Schweregrad der Verletzungen festzustellen. Nach Angaben der Hauptverwaltung der Nationalpolizei in Kiew wurde ein strafrechtliches Verfahren nach Teil 1 des Art. 125 des Strafgesetzbuchs der Ukraine (vorsätzliche leichte Körperverletzung) eingeleitet. Die vorgerichtlichen Ermittlungen dauern an.

„Gestern ereignete sich ein Vorfall im Nachbarhaus. Herrn Mykola — einen Klempner, der unter anderem auch unser Haus betreut — hat einer der Bewohner des Nachbarhauses geschlagen. Herr Mykola befindet sich derzeit in einem der Krankenhäuser des Pechersk-Bezirks. Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag.“

— Nadzhie Ametova, Journalistin (Meldung UNN)

Nach Quellen von UNN und den Angaben der Polizei geht es in dem Verfahren um Олексій Михайличенко. Gleichzeitig ermitteln die Ermittler noch die genauen Umstände: Sie befragen Beteiligte und Zeugen, sichern mögliche Beweismittel und führen Gutachten durch.

„Vor einigen Tagen wandte sich ein 53‑jähriger Mitarbeiter der ЖЕД mit der Anzeige an die Polizeidienststelle Pechersk, dass er bei Arbeiten zur Wiederherstellung der Wärmeversorgung im Zuge eines verbalen Konflikts von einem 62‑jährigen Bewohner des Hauses geschlagen worden sei.“

— Hauptverwaltung der Nationalpolizei in Kiew (offizielle Mitteilung)

Reaktion der Nachbarn und Zeugen

Zeugen und Hausbewohner beschreiben den Verletzten als einen fleißigen Kommunalarbeiter, der täglich aus Hostomel kommt, um Wärme und Strom wiederherzustellen. Die Journalistin berichtet von der Besorgnis der Anwohner, weil die Videoaufzeichnung des Vorfalls angeblich nach einem Gespräch mit einem der Konfliktbeteiligten verschwunden sei.

„In diesen schweren Zeiten dürfen Menschen, die versuchen, uns Licht und Wärme zurückzubringen, nicht mit Unhöflichkeit konfrontiert werden, geschweige denn mit körperlicher Gewalt. Herr Mykola hat eine Anzeige bei der Polizei eingereicht, fürchtet aber, dass die Sache wegen des bekannten Namens des Täters vertuscht werden könnte.“

— Nadzhie Ametova, Journalistin (Beobachtungen von Zeugen)

Warum das wichtig ist

Diese Geschichte dreht sich um zwei einfache, aber für die Gesellschaft zentrale Dinge: die Sicherheit der Menschen, die lebenswichtige Arbeit verrichten, und das Vertrauen in die Justiz. Bei öffentlichen Personen gewinnen Fragen der Transparenz der Ermittlungen an zusätzlicher Bedeutung: Die Gesellschaft muss sehen können, dass kein Amt vor Verantwortung schützt.

Wie es weitergeht

Die Polizei führt Ermittlungsmaßnahmen durch und hat den Verletzten zur Begutachtung geschickt — dies ist ein standardmäßiges Verfahren, das die Einordnung der Verletzungen festlegt. Von den Ergebnissen der Begutachtung und weiteren Beweismitteln hängen die prozessualen Schritte ab. Wichtig ist, dass die Ermittlungen offen und zügig geführt werden: öffentliche Kontrolle und unabhängige Quellen tragen dazu bei, Zweifel an der Fairness der Entscheidungen zu vermeiden.

Kurz zur genannten Person: Олексій Михайличенко — 62 Jahre, bekannt durch Einsätze für Dynamo Kiew, Sampdoria Genua und die Glasgow Rangers; er leitete Dynamo dreimal als Trainer. Seine mögliche Beteiligung wird derzeit im Rahmen des Verfahrens geprüft — endgültige Schlussfolgerungen werden erst nach Abschluss der Ermittlungen gezogen.

Dieser Fall prüft nicht nur die Reputation einzelner Personen, sondern auch die Fähigkeit der Institutionen, transparent und unabhängig zu handeln — besonders dann, wenn es um diejenigen geht, die uns Wärme in die Häuser zurückbringen.

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