Für Kiew wird es keine stabilen Abschaltpläne geben — DTEK erklärt die Folgen des Notfallmodus

DTEK teilt UNN mit: Nach dem Angriff arbeitet das Stromnetz der Hauptstadt im Notbetrieb; die Stromversorgung wird manuell ein- und ausgeschaltet – deshalb sind feste Abschaltpläne derzeit nicht möglich. Wir erklären, was das für die Kiewer bedeutet und wann mit Änderungen zu rechnen ist.

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DTEK: Keine Zeitpläne wegen Notfallbetrieb

Laut DTEK (Mitteilung in der Publikation UNN) befindet sich Kiew derzeit im Notfallbetrieb des Energiesystems. Nach dem jüngsten Angriff wurde die Versorgung der kritischen Infrastruktur wiederhergestellt, doch das Netz muss manuell ausbalanciert werden — der Strom wird je nach aktuellem Zustand des Systems ein- und ausgeschaltet. Daher ist es heute technisch nicht möglich, konstante, vorhersehbare Abschaltpläne einzuführen.

Warum das so ist

Kurz zu den Ursachen: Beschädigte Netzkomponenten und begrenzte Erzeugungskapazitäten erhöhen das Risiko von Überlastungen. Um größere Ausfälle zu vermeiden und die Versorgung von Krankenhäusern, Wasserversorgern und anderen kritischen Einrichtungen sicherzustellen, sind die Betreiber gezwungen, Entscheidungen in Echtzeit zu treffen — sie leiten Energieflüsse manuell um und drosseln die Versorgung dort, wo es sicherer ist. Das schützt die kritische Infrastruktur, macht die Pläne aber unbeständig.

„Das Licht wird manuell ein- und ausgeschaltet, je nach Zustand des Systems zum jeweiligen Zeitpunkt. Daher ziehen sich die Abschaltungen hin und sind ungleichmäßig. Die Energiespezialisten konzentrieren sich derzeit darauf, das System wieder in den Normalbetrieb zu bringen.“

— DTEK

Was das für die Kiewer bedeutet

Vor allem: weniger Vorhersehbarkeit. Es ist schwieriger, die Arbeit von Büros, medizinischen Einrichtungen oder kleinen Unternehmen nach einem festen Zeitplan zu planen. Das bedeutet auch, dass die Dauer der Abschaltungen schwanken kann: In einigen Bezirken bleibt der Strom länger aus als in anderen. Gleichzeitig ist wichtig zu beachten: Priorität hat derzeit die Versorgung der kritischen Infrastruktur und die Vermeidung weiterer Netzschäden.

Wann mit einer Stabilisierung zu rechnen ist

Einen genauen Zeitplan gibt es nicht — das hängt von der Geschwindigkeit der Reparatur der beschädigten Anlagen, der Wiederherstellung der Erzeugungskapazitäten und den Wetterbedingungen ab. Energieversorger und unabhängige Analysten sind sich einig, dass die Rückkehr zu regelmäßigen Zeitplänen Zeit und koordinierte Anstrengungen erfordern wird: technische Reparaturen, zusätzliche Ressourcen und gegebenenfalls internationale Unterstützung. Derzeit wird nach Prioritäten und manuell gesteuert gearbeitet.

Zusammenfassung: Die Lage ist unangenehm, aber vom Management eingeschätzt — vorrangig bleibt die Sicherheit des Systems und die Unterstützung zentraler Einrichtungen. Der nächste Schritt ist der Übergang vom notfallmäßigen manuellen Betrieb zur Wiederherstellung automatisierter Zeitpläne, sobald dies sicher und technisch möglich ist.

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