Was entdeckt wurde
Nach Angaben des Staatlichen Zolldienstes entdeckten die Beamten am Grenzübergang «Порубне – Сірет» bei der Abfertigung eines aus Rumänien kommenden Fahrzeugs Apple‑Geräte mit einem geschätzten Wert von etwa 500.000 UAH. Die Zöllner fertigten ein Protokoll nach Teil 2, Art. 471 des Zollkodex an.
„Unter den entdeckten Waren befinden sich iPhone‑Smartphones (Modelle 17 Pro und 17 Pro Max), iPad‑Tablets, AirPods‑Kopfhörer, die Smartwatch Apple Watch, ein Apple Mac mini‑Systemblock, Apple‑ und Dexnor‑Tastaturen sowie Apple‑Ladegeräte“
— Pressestelle des Staatlichen Zolldienstes
Wie es dazu kam
Der Fahrer wählte die Fahrspur des „grünen Korridors“ – ausgerichtet auf diejenigen, die keine Waren deklarieren. Das funktioniert als ein vereinfachtes Schnellverfahren, birgt aber auch ein Risiko: Bei falschen Angaben über das Fehlen von Waren können die Zöllner versteckte Sendungen bei stichprobenartigen oder gezielten Kontrollen aufdecken.
Kontext
Der Vorfall steht im Zusammenhang mit einem größeren Fall vom 16. Januar 2026, als an der Grenze ein aus Polen kommender Kleinbus mit 829 Apple‑Geräten nicht durchgelassen wurde (geschätzter Wert: 35,5 Mio. UAH). Damals vermutete Danilo Hetmantsev, Vorsitzender des Finanzausschusses der Rada, dass der Schmuggel für die Kette „Yabko“ erfolgen könnte. Die Kette erwiderte, es handele sich um offiziellen Import und bezeichnete die Vorwürfe als unbelegt; die Lieferkette werde laut Unternehmen durch Zoll‑ und Steuerunterlagen bestätigt.
Warum das wichtig ist
Dieser Vorfall betrifft nicht nur einige Telefone. Erstens summieren sich auch kleinere Fälle zu Einnahmeverlusten für den Haushalt: Zollabgaben und Mehrwertsteuer aus legalem Import sind Mittel für Verteidigung und Infrastruktur. Zweitens weisen solche Transaktionen auf Risiken in den Lieferketten hin und auf die Notwendigkeit erweiterter Risiko‑Screenings an der Grenze. Experten für Zollsicherheit betonen, dass die Kombination aus vereinfachten Korridoren und interessierten Vertragspartnern Bedingungen für Graumarktimporte schafft.
Wie es weitergeht
Der Staatliche Zolldienst stellte das Protokoll aus; nun sind Bußgelder, die Beschlagnahme der Ware und Ermittlungen zur Herkunft der Sendung möglich. Für Bürger und Unternehmen ist das ein Signal: Die Kontrollen werden strenger, und Transparenz in den Lieferketten ist ein Wettbewerbsvorteil. Jetzt sind die Strafverfolgungs‑ und Kontrollbehörden am Zug: Gelingt es ihnen, mögliche Netzwerke zu verfolgen, und werden die Prozeduren an der Grenze verstärkt, damit sich derartige Fälle nicht wiederholen?