Unterwasserreparatur unter extremen Bedingungen
Die Taucher des Staatlichen Dienstes für Notfallsituationen haben eine infolge russischen Beschusses beschädigte Rohrleitung eines der Wärmekraftwerke in Kiew repariert. Die Operation dauerte sechs Tage bei Frost bis zu −15°C, berichtete Innenminister Ігор Клименко.
Warum das gerade jetzt wichtig ist
Die Beschädigung der Rohrleitung verursachte Überflutungen und erschwerte den Zugang zu kritischer Ausrüstung, von der die Versorgung mit Wärme und Strom für tausende Haushalte abhängt. Indem die Retter den Austritt stoppten, ermöglichten sie weitere Wiederherstellungsarbeiten, die notwendig sind, um die Heizversorgung in Wohngebäuden wiederherzustellen.
„Ohne zu zögern haben unsere Taucher in eisigem Wasser und unter extremen Bedingungen die Arbeiten zur Beseitigung der Schäden begonnen. Die Sondereinsatzaktion dauerte sechs Tage. Der Wasseraustritt wurde gestoppt, was den Diensten erlaubte, die Wiederherstellungsarbeiten fortzusetzen.“
— Ігор Клименко, Innenminister
Auszeichnungen und operative Lage
Präsident Володимир Зеленський zeichnete die Teilnehmer der Operation mit staatlichen Auszeichnungen aus: den Orden «Für Tapferkeit» III. Grades erhielten Артем Орлов, Денис Фролов und Михайло Хижняк; den Orden Danila Halytskyj — Андрій Власенко; die Medaille «Zum Verteidiger des Vaterlandes» — Антон Гайтана.
Der Bürgermeister von Kiew, Віталій Кличко, berichtete, dass zum 22. Januar etwa 3000 Häuser in der Hauptstadt ohne Heizung verblieben. In den meisten Regionen dauern außerdem weiterhin Notabschaltungen der Stromversorgung an.
Was als Nächstes: Erkenntnisse für Sicherheit und Infrastruktur
Diese Operation zeigt, wie technische Fertigkeit und die Bereitschaft, Risiken einzugehen, es erlauben, kritische Infrastruktur auch unter schwierigsten Bedingungen wieder in Betrieb zu nehmen. Energieanalysten weisen darauf hin, dass solche Situationen den Bedarf an Ersatzversorgungswegen, einer Rücklage für Reparaturen und einer proaktiven Modernisierung der Netze unterstreichen, um weniger von „Notmaßnahmen“ in Krisenzeiten abhängig zu sein.
Fragen an die Regierung und Partner: Werden diese lokalen Erfolge in eine systemische Netzresilienz umgesetzt, um die Zahl extremer Eingriffe im nächsten Winter zu verringern?