Kurz
Kiew schränkt schrittweise die Außenbeleuchtung in Parks und Grünanlagen ein und schaltet sie ab. Die Entscheidung wurde wegen eines Strommangels und der technischen Unmöglichkeit getroffen, die Helligkeit bei den meisten Leuchten stufenlos zu regeln — es handelt sich überwiegend um Natrium- und Quecksilberlampen ohne Dimmfunktion.
Warum das geschieht
Fakten: In der Hauptstadt gibt es viele veraltete Arten von Straßenlampen, bei denen eine Leistungsreduzierung nicht möglich ist. Gleichzeitig können LED-Leuchten im Energiesparmodus betrieben werden — bis zu 20% Leistung. Dort, wo diese Option fehlt, werden die Leuchten teilweise eingeschaltet — etwa bis zu 30% der üblichen Last. Das Netz wird über rund 1500 Steuerkästen gesteuert, und das Abschalten der Parks erfolgt überwiegend manuell.
„Die Beleuchtung von Parks und Grünanlagen wird schrittweise abgeschaltet. Während der Ausgangssperre wird die Außenbeleuchtung in der Stadt vollständig ausgeschaltet“
— Kiewer Stadtverwaltung
Was das für die Einwohner bedeutet
- Abends und am Morgen werden Teile der Parks und Grünanlagen dunkler sein: Planen Sie Spaziergänge, Ausflüge mit Kindern und Haustieren im Voraus oder wählen Sie beleuchtete Wege.
- Ein Teil der Straßenbeleuchtung wurde bereits auf 20% der Gesamtleistung reduziert; auch architektonische Beleuchtung und Werbeschilder werden gedämpft.
- Ähnliche Maßnahmen wenden auch andere große Infrastrukturanbieter an: zum Beispiel hat Ukrzaliznytsia über das Abdimmen der Beleuchtung an einer Reihe von Bahnhöfen informiert.
Kontext und Perspektiven
Dabei geht es nicht nur um Komfort: Im Modus der Energiekrise ist jeder eingesparte Kilowatt ein Beitrag zur allgemeinen Energieverteidigung. Das Abschalten der Parks ist also ein vorübergehender, aber notwendiger Schritt, bis ein großflächiger Umstieg auf LEDs und eine zentralisierte Fernsteuerung der Beleuchtung erfolgt.
Investitionen in die Modernisierung der Netze (Umrüstung der Leuchten, Automatisierung der Steuerkästen) sind eine langfristige Lösung, die die Netzbelastung verringert und die Sicherheit erhöht. Bis dahin müssen Stadtbewohner und Behörden ein Gleichgewicht zwischen Energieunabhängigkeit und der Zugänglichkeit öffentlicher Räume finden.
Praktische Tipps
- Wählen Sie nach Einbruch der Dunkelheit Routen mit funktionierender Straßenbeleuchtung.
- Wenn Sie Notfälle oder fehlende Beleuchtung in kritischen Bereichen bemerken, melden Sie dies den städtischen Diensten — schnelles Feedback hilft, Prioritäten für die Beleuchtung zu setzen.
Fazit
Das Abschalten der Beleuchtung ist derzeit eine technische und taktische Entscheidung: kurzfristig reduziert es die Belastung des Systems, langfristig erfordert es Investitionen in LEDs und Automatisierung. Für die Bewohner Kiews ist dies eine Aufforderung zur Anpassung — und zugleich ein Beitrag zur Stabilität des städtischen Energiesystems in einer schwierigen Phase.