1.940 Mehrfamilienhäuser in Kiew nach russischen Angriffen ohne Heizung — wo es am schlimmsten ist und wie die Reparaturen vorangehen

Nach den Angriffen am 9. und 20. Januar sind in Kiew weiterhin 1.940 Häuser ohne Wärmeversorgung. Wir klären, welche Bezirke am stärksten betroffen sind, was die Stadtwerke bereits unternommen haben und warum das für die Bewohner in diesem Winter wichtig ist.

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Kurz

In Kiew sind nach den Raketenangriffen am 9. und 20. Januar weiterhin 1 940 Mehrfamilienhäuser ohne Wärmeversorgung, teilte Bürgermeister Witali Klitschko auf Telegram mit und berief sich dabei auf Angaben der Kommunaldienste und der UNN. In der Nacht haben Einsatzteams in über 650 weiteren Gebäuden Wärme zugeführt und die Arbeiten werden fortgesetzt.

„Ohne Wärmeversorgung sind auch heute Morgen noch 1940 Mehrfamilienhäuser, die nach den Angriffen des Feindes am 9. und 20. Januar zum zweiten Mal angeschlossen werden. Der Großteil dieser Häuser liegt am linken Ufer der Stadt, im Pecherskyj-Bezirk, ein Teil in den Holosiivskyj- und Solomianskyj-Bezirken“

— Witali Klitschko, Bürgermeister von Kiew (Telegram)

Wo die Probleme am größten sind

Die meisten Abschaltungen wurden am linken Ufer sowie in den Bezirken Pecherskyj, Holosiivskyj und Solomianskyj verzeichnet. Das führt zu einer Konzentration der Arbeit für Reparaturteams und erhöht die Belastung bestimmter Abschnitte des Wärmenetzes.

Was bisher getan wurde und was getan wird

Die Kommunaldienste und Energieversorger haben in der Nacht in mehr als 650 Gebäuden die Wärme wiederhergestellt — ein Zeichen für die schnelle Mobilisierung der Ressourcen. Die Arbeiten dauern an: Netzdiagnose, Austausch beschädigter Abschnitte und schrittweise Wiederanschaltung der Verbraucher entsprechend den Sicherheitsverfahren.

Kontext und Folgen

Premierminister D. Schmyhal stellte fest, dass das Energiesystem einen der schwierigsten Tage seit November 2022 erlebt habe. Angriffe auf die Energieinfrastruktur haben nicht nur vorübergehende technische Folgen — sie wirken sich auf den Alltag von Millionen aus, schaffen zusätzliche Risiken für vulnerable Gruppen und erfordern nicht nur Reparaturen, sondern auch eine langfristige Erhöhung der Netzsicherheit.

Was das für die Bewohner bedeutet

Heizabschaltungen sind nicht nur ein Komfortproblem. Es geht um Sicherheit (insbesondere für ältere Menschen und Familien mit Kindern), Logistik (Austausch von Geräten, Zugang für Monteure) und Finanzen (Kosten für Notmaßnahmen und Netzwiederherstellung). Die Stadtverwaltung bittet die Bevölkerung, offiziellen Mitteilungen zu folgen und sich im Falle von Störungen an die zuständigen Dienste zu wenden.

Fazit

Die Wiederherstellung der Wärme in der Mehrheit der Gebäude ist das Ergebnis der schnellen Arbeit der Einsatzteams und der Koordination der Dienste. Gleichzeitig hat der Angriff die Verwundbarkeit der kritischen Infrastruktur offengelegt und erinnert an die Notwendigkeit von Investitionen in den Schutz der Netze. Die Aufgabe besteht nun darin, die Wiederherstellung abzuschließen und die Risiken erneuter großflächiger Abschaltungen in den kommenden Wochen zu minimieren. Ob dafür Ressourcen und Zeit ausreichen — eine Frage, von der die Sicherheit der Stadtbewohner in diesem Winter abhängt.

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