1200 Mehrfamilienhäuser in Kiew weiterhin ohne Heizung — erneute Anschlüsse nach Beschuss und Belastung des Energiesystems

Stand 18:00 Uhr am 23. Januar sind in der Hauptstadt noch 1.200 Mehrfamilienhäuser ohne zentrale Heizversorgung. Erneute Anschaltungen nach den Angriffen am 9. und 20. Januar verlangsamen die Wiederherstellung und erhöhen die Belastung des Energiesystems — wir klären, was das für die Kiewer bedeutet.

197
Aktie:

Stand 18:00 Uhr am 23. Januar — 1.200 Häuser ohne Heizung

Stand 18:00 Uhr am 23. Januar haben in Kiew noch 1.200 Mehrfamilienhäuser keine zentrale Heizversorgung. Es handelt sich um Gebäude, die nach den feindlichen Angriffen am 9. und 20. Januar erneut angeschlossen werden, teilte der Bürgermeister von Kiew unter Berufung auf Angaben der städtischen Versorgungsdienste und der Nachrichtenagentur UNN mit.

Warum das wichtig ist

Wiederholte Angriffe auf die Energieinfrastruktur zerstören nicht nur einzelne Wärmenetze – sie verlängern die Zeit für Diagnose und Reparatur, erschweren die Logistik von Ersatzteilen und erhöhen das Risiko von Notabschaltungen in benachbarten Gebieten. In der kalten Jahreszeit wirkt sich das unmittelbar auf die Sicherheit und Gesundheit der Bewohner sowie auf den Betrieb von Krankenhäusern und sozialen Diensten aus.

Was Behörden und Energieversorger sagen

«Die städtischen Versorger und Energieunternehmen arbeiten weiter daran, allen Häusern, die noch ohne Wärmeversorgung sind, wieder Wärme zukommen zu lassen»

— Witali Klitschko, Bürgermeister von Kiew

Der Energieminister Denys Schmyhal warnte, dass die Lage im Energiesystem «außergewöhnlich schwierig» sei, insbesondere in Kiew, der Oblast Kiew und in der Region Dnipro. Aufgrund von Beschädigungen an Leitungen und Umspannwerken werden Notabschaltungen vorgenommen; die Energiearbeiter sind rund um die Uhr mit der Wiederherstellung beschäftigt.

«Die Lage im Energiesystem ist außergewöhnlich schwierig… Es werden Notabschaltungen vorgenommen, und die Energiearbeiter arbeiten rund um die Uhr an der Wiederherstellung»

— Denys Schmyhal, Energieminister der Ukraine

Was die Dienste tun — und was Kiewer tun können

Kommunale Einsatzteams setzen die schrittweisen Anschlüsse und Überprüfungen der Anlagen fort. Sie priorisieren Gebäude mit besonderen Bedürfnissen — Krankenhäuser, Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Haushalte mit bettlägerigen Patienten.

Kiewerinnen und Kiewer wird geraten, die offiziellen Kanäle der Stadtverwaltung zu verfolgen, Vorräte an Lebensmitteln und Medikamenten für mehrere Tage bereitzuhalten und, wenn möglich, eine vorübergehende Unterbringung bei Verwandten oder Personen in Erwägung zu ziehen, die temporäre Heizmöglichkeiten anbieten können. Der Appell des Bürgermeisters zu Vorräten und Evakuierungen sei kein Aufruf zur Panik, sondern ein praktischer Schritt bei einem langanhaltenden Ausfall.

Kurze Prognose

Die Wiederherstellung der Wärmeversorgung in allen Gebäuden hängt vom Ausmaß der Schäden, den Witterungsbedingungen und der Verfügbarkeit von Materialien für die Reparatur ab. Wenn die Angriffe sich wiederholen, kann sich die Wiederherstellungszeit verlängern. Wichtig ist jetzt, dass technische Berichte und Reparaturankündigungen in konkrete Anschlusspläne umgesetzt werden — es geht um Leben und Sicherheit von tausenden Kiewern.

Quellen: Berichte des Kiewer Stadtrats, Aussagen von Witali Klitschko und Denys Schmyhal, Materialien der UNN.

Weltnachrichten