Was passiert
Die Staatsanwaltschaft der Oblast Kiew führt eine Außensprechstunde für Personen durch, die Zeuginnen/Zeugen oder Opfer von Kriegsverbrechen geworden sind. Die Veranstaltung findet am 10. März 2026 um 12:00 Uhr in den Räumlichkeiten des Starostats Mykhailivka‑Rubezhivka statt, Adresse: Dorf Mykhailivka‑Rubezhivka, Schulstraße 1 (Zimmer 7).
Wer wird anwesend sein
Die Sprechstunde führen Ermittler, Staatsanwälte und Mitarbeitende der Abteilung für die Organisation der Unterstützung von Opfern und Zeugen der Staatsanwaltschaft der Oblast Kiew durch. Ziel ist nicht nur die Informationssammlung, sondern auch schnelle rechtliche und organisatorische Unterstützung.
Warum das wichtig ist
In abgelegenen Ortschaften haben Menschen oft keine Möglichkeit, Büros in den Bezirkszentren aufzusuchen. Die Außensprechstunde ermöglicht:
- Zeugenaussagen und Informationen über Opfer von Kriegs-, internationalen und anderen Straftaten zu sammeln;
- die Einschätzung individueller Bedürfnisse vorzunehmen (Schutz, medizinische oder psychologische Hilfe, soziale Anliegen);
- angemessenen Rechtsschutz zu gewährleisten und prozessuale Möglichkeiten zu erläutern;
- rechtliche und organisatorische Unterstützung in Strafverfahren im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt bereitzustellen.
"Ziel der Außensprechstunde ist es, die Justiz für diejenigen zugänglicher zu machen, die aufgrund der Abgelegenheit oder des Verlusts von Dokumenten nicht Büros aufsuchen können. Jede dokumentierte Zeugenaussage ist ein Schritt zur Feststellung der Wahrheit und zur Verantwortlichmachung der Schuldigen."
— Vertreter der Abteilung für die Organisation der Unterstützung von Opfern und Zeugen der Staatsanwaltschaft der Oblast Kiew
Was Sie mitbringen sollten und wie Sie sich vorbereiten
Wenn Sie vorhaben, die Sprechstunde aufzusuchen, bringen Sie nach Möglichkeit Dokumente, Kontaktdaten von Zeuginnen/Zeugen, Fotos oder andere Beweismittel mit. Auch mündliche Zeugenaussagen sind wichtig — die Mitarbeitenden der Staatsanwaltschaft helfen, diese entsprechend den prozessualen Standards zu protokollieren.
Kontext und Folgen
Eine wirksame Dokumentation von Straftaten vor Ort beschleunigt Ermittlungen und erhöht die Chancen, Schuldige zur Verantwortung zu ziehen. Das Recht auf Zugang zur Justiz ist Teil der Wiederherstellung eines normalen Gemeinschaftslebens nach dem Krieg; deshalb sind solche Initiativen systematisch angelegt und entsprechen den Empfehlungen von Menschenrechts‑ und internationalen Institutionen zur Dokumentation von Kriegsverbrechen.
Wenn Ihnen eine Person bekannt ist, die Opfer oder Zeugin/Zeuge sein könnte — informieren Sie sie über Zeit und Ort der Sprechstunde. Indem wir die Justizverfahren den Menschen näherbringen, machen wir deren Ergebnisse qualitativ besser und gerechter.