Was passiert ist
Stand am Morgen des 8. Januar bleiben etwa 800.000 Verbraucher in der Oblast Dnipropetrowsk ohne Strom, meldet das Ministerium für Energie. Grund ist ein massiver russischer Angriff auf Anlagen der Energieinfrastruktur in der Nacht zum 8. Januar.
„Die Reparaturarbeiten laufen. Soziale und kritische Infrastruktureinrichtungen sind teilweise wieder mit Strom versorgt.“
— amtierender Energieminister
Wo genau und welche Folgen
Am stärksten betroffen sind die Oblaste Dnipropetrowsk und Zaporizhzhia. In Zaporizhzhia wurde die Stromversorgung bereits wiederhergestellt, doch große Teile der Oblast Dnipropetrowsk sind nach wie vor ohne Licht. Laut dem Staatlichen Dienst der Ukraine für Notsituationen (ДСНС) trafen die Einschläge die Bezirke Dnipro, Kryvyi Rih und Pavlohrad – an den Einschlagsstellen brachen Brände aus, deren Löschung bis zum Morgen andauerte. Glücklicherweise wird offiziell von keinen Todesopfern und Verletzten berichtet.
Wiederherstellungsarbeiten
Der Energiekonzern DTEK erklärte, dass die Reparaturteams seit der Nacht ununterbrochen arbeiten. Die Wiederherstellung wird durch das Ausmaß der Schäden erschwert: es geht nicht nur um Leitungsrisse, sondern auch um erhebliche Zerstörungen an Umspannwerken und Brände.
„Sobald wir die gesamte kritische Infrastruktur wieder angeschlossen haben, werden wir alles tun, um den Haushalten so schnell wie möglich das Licht zurückzubringen.“
— DTEK, Pressestelle
Weiterer Kontext: Notabschaltungen und Wetter
Parallel zu den Reparaturen in der Oblast Dnipropetrowsk wurden in anderen Regionen Notabschaltungen angewendet: Oblaste Charkiw, Poltawa und Sumy, und in den unbesetzten Teilen der Oblast Donezk galten Abschaltpläne. Im Westen und Norden – in den Oblasten Tschernihiw, Kiew, Iwano-Frankiwsk und Transkarpatien – blieben einzelne Haushalte aufgrund wetterbedingter Störungen ohne Strom.
Warum das wichtig ist
Angriffe auf die Energieversorgung verfolgen zwei Ziele: das Netz physisch zu beschädigen und die Belastbarkeit der zivilen Infrastruktur zu schwächen. Für die Bevölkerung bedeutet das Risiken für die Wärmeversorgung, das Gesundheitswesen sowie mögliche Probleme bei Mobilfunk und Wasserversorgung. Für die Wiederherstellung werden nicht nur Teams, sondern auch Transformatoren, Ersatzteile und Koordination benötigt – Ressourcen, die in großen Mengen nicht immer sofort verfügbar sind.
Wie es weitergeht
Die Arbeiten laufen rund um die Uhr, doch genaue Zeitangaben für die vollständige Wiederanschaltung sind unbekannt und hängen vom Ausmaß der Schäden und der Logistik bei der Beschaffung von Ersatzteilen ab. Ministerium für Energie, DTEK und der Staatliche Dienst für Notsituationen koordinieren die Einsätze vor Ort; Priorität haben soziale und kritische Einrichtungen. Die Frage an die Partner lautet: Reichen die Ressourcen und Ersatzteile aus, um die vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung für alle Haushalte zu beschleunigen?
Quellen: Ministerium für Energie der Ukraine, DTEK, Staatlicher Dienst der Ukraine für Notsituationen — offizielle Mitteilungen Stand 8. Januar.