Kurz
Der Bürgermeister von Kiew, Witali Klitschko, hat die Leiter der Bezirksverwaltungen angewiesen, die Situation mit den nicht geräumten Gehwegen zu beheben, die nach dem gefrierenden Regen am 8. Januar weiterhin mit Eis bedeckt sind. Er setzte eine Frist bis zum Abend und warnte, dass er im Falle der Nichterfüllung den Präsidenten auffordern werde, personelle Maßnahmen zu ergreifen — denn der Präsident ernennt die Bezirksleiter ohne Abstimmung mit dem Bürgermeister.
Rechtlicher und politischer Kontext
Nach Angaben Klitschkos erlaubt die geltende Gesetzgebung dem Bürgermeister nicht einmal, dem Bezirksleiter eine Ermahnung auszusprechen. Das unterstreicht die systemische Kluft zwischen der Stadtverwaltung, die für die Organisation des Gemeindelebens verantwortlich ist, und den vom Zentrum ernannten Bezirksverwaltungen. In einer kurzen, aber klaren Erklärung, die in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde, betonte der Bürgermeister die Notwendigkeit umgehenden Handelns.
"Bei der Besprechung mit den Leitern der Bezirksverwaltungen der Hauptstadt habe ich nochmals auf die Anweisung zur Räumung von Schnee und Eis hingewiesen... Ich gab Zeit bis heute Abend, die Situation zu bereinigen. Andernfalls werde ich mich an den Präsidenten wenden... um personelle Maßnahmen zu ergreifen"
— Witali Klitschko, Bürgermeister von Kiew
Was das für die Kiewer bedeutet
Es geht nicht nur um Image: von Eis bedeckte Gehwege sind eine direkte Bedrohung für die Sicherheit von Fußgängern, insbesondere älteren Menschen und denen, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Stand 19. Januar bleibt ein Teil der Fußgängerzonen ungeräumt, was das Risiko von Verletzungen und eine zusätzliche Belastung für den Rettungsdienst und die kommunalen Dienste schafft.
Mögliche Folgen und Szenarien
Kurzfristig: Die Bezirksleiter können die kommunalen Dienste mobilisieren, um eine öffentliche Eskalation zu vermeiden. Ein mittleres Szenario — formelle Berichte und teilweise Räumungen. Langfristig könnte dies ein Argument für eine Überprüfung der Befugnisse der ernannten Verwaltungen oder für eine Verstärkung der Rechenschaftsmechanismen zwischen der Stadtverwaltung und den Zentralbehörden sein.
Fazit
Diese Geschichte handelt von Sicherheit und der Verantwortung der Behörden auf verschiedenen Ebenen. Klitschko hat eine klare Frist gesetzt und das Problem in die Öffentlichkeit getragen; nun sind die Bezirksverwaltungen am Zug — und es bleibt abzuwarten, ob der Präsident reagieren wird. Ob die Mobilisierung in eine systemische Veränderung mündet, ist eine Frage, die jeden Kiewer betrifft.