Notabschaltungen in Kiew: Wie die Stromversorgung wiederhergestellt wird und was die Einwohner wissen müssen

Unerwartete Ausfälle haben Verkehr, Wasserversorgung und Heizung beeinträchtigt: Was passiert ist, wer an der Wiederherstellung arbeitet und wo die Einschränkungen noch andauern.

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Kurz — warum das wichtig ist

Am Samstag, dem 10. Januar, wurden in Kiew erzwungene Notabschaltungen der Stromversorgung eingeführt. Davon betroffen waren nicht nur die Beleuchtung, sondern auch die Wasser- und Wärmeversorgung sowie der elektrische Nahverkehr – also der Alltag der Stadtbewohner. Daraus ergeben sich Fragen der Sicherheit, des Komforts und des Betriebs kritischer Infrastruktur, weshalb es wichtig ist, die Ursachen und die Zeiträume der Wiederherstellung zu verstehen.

Was passiert ist

„Auf Anweisung des NEK 'Ukrenergo' wurde in der Stadt eine Notabschaltung der Stromversorgung eingeführt. Der Betrieb der Wasser- und Wärmeversorgungsanlagen sowie des Elektronahverkehrs wurde gestoppt.“

— Kiewer Stadtverwaltung (KMDA)

Nach Angaben der KMDA wurden die Notabschaltungen durch ein Problem in einem Abschnitt des Energiesystems verursacht. Solche Abschaltungen sind Teil der Schutzmechanismen, um nach einer Störung oder einem Treffer auf die Infrastruktur umfassendere Schäden am Netz zu verhindern.

Wie die Stadt- und Energiebehörden reagieren

„Die Spezialisten haben das Problem mittlerweile behoben. Daher wird die allgemeine Stromversorgung wiederhergestellt.“

— Timur Tkachenko, Leiter der Kiewer Militärisch-Zivilen Verwaltung (KMVA) (ergänzt um 12:39)

Energieversorger und Notfallbrigaden arbeiteten an der Wiederherstellung. Kyivpastrans setzte ersatzweise Busverbindungen ein – unter anderem die Linie Nr. 3‑T (Straße Starovokzalna – Ringstraße) als Ersatz für die Borschtschahivka-Schnellstraßenbahn. Das ist ein Beispiel für systematisches Reagieren: Wo die Fahrleitung ausfällt, gibt es Alternativen, um Stillstand im Verkehr zu minimieren.

Wo die Einschränkungen bestehen

Das Energieministerium meldete eine Stabilisierung der Stromversorgung in Kiew und der Region Kiew, doch in einigen Bezirken gelten weiterhin Einschränkungen. Auf dem linken Ufer der Region Kiew (insbesondere die Bezirke Boryspil und Browary) werden weiterhin Notabschaltungen angewendet; andere Bezirke kehren zu den geplanten Zeitplänen zurück.

Nach Angaben regionaler Betreiber: In der Oblast Sumy wurden Notabschaltungen flächendeckend angewendet. In der Oblast Dnipropetrowsk blieben durch einen nächtlichen Angriff vorübergehend etwa 100.000 Haushalte ohne Strom, in der Oblast Tschernihiw waren es rund 20.000 (Stand: Morgen). In der Oblast Poltawa wurden die Notabschaltungen aufgehoben (Stand: 12:27).

Folgen für kommunale Dienste und Ratschläge für Stadtbewohner

In Schytomyr wurde das Wasser aufgrund von Stromausfällen zeitweise abgestellt; Stand 12:00 Uhr stabilisierte sich die Spannung und Schytomyroblenerho stimmte der Inbetriebnahme der Pumpstationen zu. Die voraussichtliche Zeit bis zur Rückkehr zu einem stabilen Wasserversorgungsmodus beträgt 1–1,5 Stunden.

Nach einem nächtlichen russischen Treffer waren laut Stadtpräsident Witali Klitschko vorübergehend rund die Hälfte der Gebäude in Kiew ohne Heizung; in einigen Häusern wird Wasser aus den Heizsystemen abgelassen, um Rohre vor dem Platzen zu schützen. Die Stadtverwaltung riet denen, die die Möglichkeit haben, vorübergehend in wärmere und mit Strom versorgte Orte zu fahren.

Praktische Empfehlungen: Verfolgen Sie Updates über die offiziellen Kanäle der KMDA, des Energieministeriums und der regionalen Netzbetreiber; halten Sie mobile Geräte geladen, bereiten Sie warme Kleidung und Wasservorräte vor und helfen Sie Nachbarn mit eingeschränkter Mobilität.

Kontext und Fazit

Notabschaltungen sind nicht nur eine Unannehmlichkeit: Sie sind Ausdruck von Belastungen und Treffern auf die Infrastruktur im Kontext kriegerischer Aggression. Die schnelle Reaktion von Energietechnikern und städtischen Diensten, der Einsatz von Ersatzverkehr und die Koordination mit lokalen Verwaltungen zeigen jedoch funktionierende Systeme, die Leben retten und die Folgen für die Bevölkerung minimieren.

Wie geht es weiter: Ein Großteil der Stadt kehrt bereits zu den geplanten Abschaltplänen zurück, doch in den Gebieten, in denen nach Angriffen Reparaturarbeiten laufen, können die Einschränkungen länger andauern. Das bedeutet, dass die Wiederherstellung der Netze und die Stärkung der Infrastruktur erneut Priorität haben — sowohl für die Energieversorger als auch für jene, die Hilfe und Investitionen in den Wiederaufbau planen.

Die Energieversorger bitten um Ruhe, die Beachtung offizieller Empfehlungen und darum, den Verwundbaren zu helfen. Das System funktioniert – aber jede Ihrer Handlungen kann es stärken.

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