Kurz
Laut dem Bürgermeister Witali Klitschko sind infolge einer kombinierten Attacke auf die kritische Infrastruktur der Hauptstadt fast 6.000 Mehrfamilienhäuser vorübergehend ohne Wärmeversorgung geblieben. Es wurden auch Unterbrechungen der Wasserversorgung festgestellt; Stand Morgen — vier Tote und mehr als 20 Verletzte.
Was passiert ist und warum das wichtig ist
Nach Angaben der Stadtverwaltung hat der Angriff Schlüsselkomponenten der Wärmeversorgung der Hauptstadt beschädigt. Das ist nicht nur ein vorübergehender Komfortverlust: Ohne Wärme und stabile Stromversorgung geraten die Verwundbarsten — Krankenhäuser, Entbindungskliniken, Altenheime — zusätzlich in Gefahr.
In großen Städten erfordert die Wiederinbetriebnahme von Fernwärmenetzen einen schrittweisen Start: Selbst nach der Anbindung einzelner Abschnitte braucht das System Zeit zur Stabilisierung. Daher wird die Wiederherstellung für alle Verbraucher nicht sofort erfolgen.
Was bereits getan wurde
"Die Hälfte der Mehrfamilienhäuser Kiews — fast 6.000 — ist derzeit ohne Wärmeversorgung, weil die kritische Infrastruktur der Hauptstadt durch einen massiven feindlichen Angriff beschädigt wurde"
— Witali Klitschko, Bürgermeister von Kiew
Die Stadtverwaltung berichtet, dass die kommunalen Dienste soziale Einrichtungen — insbesondere Krankenhäuser und Entbindungskliniken — umgehend an mobile Kesselanlagen angeschlossen haben, um lebensnotwendige Dienste zu gewährleisten.
"Der Beginn der Anschlüsse bedeutet nicht die sofortige Wiederherstellung der Versorgung aller Verbraucher – das System benötigt Zeit für einen schrittweisen Anlauf und die Stabilisierung"
— ТОВ "Євро-Реконструкція", Wärmelieferant für einen Teil des linken Ufers
Auswirkungen für Bewohner und praktische Ratschläge
Wesentlich für die Einwohner heute ist Sicherheit und die Minimierung gesundheitlicher Risiken: Heizgeräte in Wohnungen erhöhen die Belastung des Stromnetzes, daher ist Vorsicht geboten. Wenn Sie die Möglichkeit haben und außerhalb der Stadt Zugang zu alternativen Wärmequellen besteht, empfiehlt der Bürgermeister in solchen Fällen vorübergehend wegzufahren.
Praktische Schritte:
- Priorität hat die Evakuierung von Menschen aus Risikogruppen (Krankenhäuser, Entbindungskliniken, Altenheime) oder deren Umschaltung auf Notstromversorgung.
- Vermeiden Sie eigenmächtige Eingriffe ins Stromnetz und die Nutzung illegaler Stromquellen.
- Beachten Sie die offiziellen Mitteilungen der Stadtverwaltung und der Dienstleister bezüglich der schrittweisen Wiederanbindung.
Wie es weitergeht
Dieser Angriff unterstreicht erneut die Bedeutung der Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur im Kriegsfall: Das schnelle Eingreifen der Versorgungsdienste hat bereits eine größere humanitäre Krise verhindert, doch die vollständige Wiederherstellung wird Zeit und Ressourcen erfordern. Aufgabe der Behörden und Partner ist es nun, die kurzfristigen Maßnahmen in dauerhafte Lösungen umzuwandeln, die die Verwundbarkeit der Städte künftig verringern.
Wir stehen weiterhin mit offiziellen Quellen in Kontakt und werden die Informationen aktualisieren, sobald neue Details vorliegen.