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Laut der Staatlichen Steuerbehörde (DPS) brachte die „Google‑Steuer“ dem Staatshaushalt mehr als 14,4 Mrd. UAH im Jahr 2025. Das teilte die amtierende Leiterin der DPS, Lesja Karnauch, mit.
Nichtansässige, die elektronische Dienstleistungen in der Ukraine erbringen, zahlten 2025 150,1 Mio. Euro und 177,4 Mio. USD. Zu den größten Zahlern gehören Apple, Google, Valve, Meta, Sony, Etsy und Netflix.
Die Zahl der nichtansässigen Mehrwertsteuerzahler im Bereich elektronischer Dienstleistungen stieg auf 150 Unternehmen: Im Jahr 2025 wurden 12 neue Zahler registriert, und seit Anfang 2026 kamen weitere 5 hinzu.
Kontext: warum das wichtig ist
Diese Einnahmen sind nicht nur Statistik. Sie verschaffen dem Staat zusätzlichen finanziellen Spielraum für Ausgaben für Sicherheit, Sozialprogramme und die Wiederherstellung der Infrastruktur. Für jede Nutzerin und jeden Nutzer bedeutet das, dass ein Teil des Geldes, das digitale Dienste kosten, in der ukrainischen Wirtschaft bleibt und nicht ins Ausland fließt.
"Und es geht um Transparenz und faire Regeln für ukrainische und internationale Unternehmen. Der Markt für digitale Dienstleistungen wächst weiter"
— Lesja Karnauch, amtierende Leiterin der Staatlichen Steuerbehörde (DPS)
Trend und Wachstumsquellen
Noch vor einem Jahr, 2024, beliefen sich die Einnahmen aus dieser Steuer auf 11,2 Mrd. UAH — damals lagen sie viermal über den Erwartungen der Regierung. Die Erklärungen sind einfach und logisch: die Ausweitung des digitalen Konsums, die breitere Registrierung von Nichtansässigen als Mehrwertsteuerzahler und eine verstärkte Steuerverwaltung.
"Im Jahr 2024 beliefen sich die Einnahmen aus der 'Google‑Steuer' auf 11,2 Mrd. UAH, was die Erwartungen der Regierung vervierfachte"
— Danylo Hetmantsev, Vorsitzender des Finanzausschusses der Werchowna Rada
Was Experten dazu sagen
Steueranalysten stellen fest, dass dieser Effekt eine Kombination aus regulatorischen Änderungen und Marktwachstum ist. Wenn die Registrierung der Nichtansässigen und die Kontrolle der Berichterstattung bestehen bleiben, könnten die Einnahmen weiter steigen, obwohl das Tempo von Wechselkursschwankungen, der Struktur der Zahlungen in Euro und Dollar und dem Verhalten großer Plattformen abhängt.
Fazit
Die Steuer auf digitale Dienste ist bereits zu einer bedeutenden Haushaltsquelle geworden — es handelt sich nicht um einen einmaligen Gewinn, sondern um ein Element einer neuen Steuerarchitektur. Die nächste Aufgabe für Regierung und Gesellschaft ist es, transparente Regeln zu bewahren, damit diese Mittel stabil in Verteidigung, soziale Bedürfnisse und den Wiederaufbau fließen. Ob es gelingt, den vorübergehenden Vorteil in eine dauerhafte Ressource zu verwandeln, hängt von der Qualität der Verwaltung und der Politik gegenüber digitalen Plattformen ab.