Energieschock treibt die Inflation an — was das für die Ukraine und den Haushalt bedeutet

Die IWF-Chefin Kristalina Georgiewa warnt: Eine 10-prozentige Verteuerung der Energieträger würde die Inflation um 40 Basispunkte erhöhen und das Wachstum bremsen. Wir analysieren, wie sich das auf die Haushalte, die Leistungsbilanz und das IWF-Programm für die Ukraine ($8,1 Mrd.) auswirkt.

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Фото: EPA / JUNG YEON-JE

Was die IWF-Chefin sagte

Die IWF-Chefin Kristalina Georgiewa warnte in einem Interview mit Bloomberg Television: Wenn die Energiepreise innerhalb eines Jahres um 10 % steigen, würde das die weltweite Inflation um 40 Basispunkte anheben und das Wirtschaftswachstum um 0,1–0,2 % verlangsamen. Ihrer Aussage zufolge hält sich die Wirtschaft vorerst — doch die Widerstandsfähigkeit wird einer neuen Probe unterzogen.

"Die Weltwirtschaft hat sich als außerordentlich widerstandsfähig erwiesen. Schock um Schock, aber das Wachstum liegt immer noch bei 3,3 %. Doch diese Widerstandsfähigkeit steht erneut auf dem Prüfstand."

— Kristalina Georgiewa, geschäftsführende Direktorin des IWF

Warum der Energieschock jeden betrifft

Die Preise für Öl, Gas und Kohle bestimmen die Kosten für Verkehr, Strom und Produktion — daraus resultieren steigende Unternehmenskosten und höhere Nebenkosten. Eine erhöhte Energieinflation treibt die Gesamtinflation voran, und die Zentralbanken sind gezwungen, die Geldpolitik anzupassen, was letztlich das BIP-Wachstum bremst.

Was den Auslöser bildete

Nach der Eskalation der Kampfhandlungen in der Region ist der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus faktisch zum Stillstand gekommen, und der Treibstoffexport aus dem Persischen Golf wurde teilweise eingestellt — das trieb die Preise in die Höhe. Analysten und LIGA.net untersuchen bereits, wie sich diese Entwicklungen auf die Kraftstoffversorgung in der Ukraine auswirken und ob ein lokaler Mangel möglich ist.

Risiken für die Ukraine

Für unser Land sind die Hauptgefahren steigende Tarife, Druck auf die Zahlungsbilanz und das Risiko einer höheren Schuldenlast. Gleichzeitig verschafft die Zusammenarbeit mit dem IWF im Rahmen eines erweiterten Finanzierungsprogramms über $8,1 Mrd. (die erste Tranche wurde am 3. März ausgezahlt) Spielraum: Der Fonds verhandelt bereits über die Ausweitung von Programmen für betroffene Länder.

Was zu tun ist — kurze Checkliste

Maßnahmen, auf die Regierung und Wirtschaft achten sollten:

  • Währungsreserven und fiskalisches Polster aufrechterhalten;
  • für eine transparente, marktorientierte Treibstoffversorgung sorgen und Spekulationen dämpfen;
  • mit internationalen Partnern klare Hilfsmechanismen für verletzliche Sektoren abstimmen.

Fazit

Die Verteuerung der Energie ist kein sofortiger Kataklysmus, aber eine kettenartige Bedrohung für Inflation, Wechselkurs und Haushalt. Wichtig ist, dass politische Ankündigungen in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden: Reserven, Tranchen und logistische Entscheidungen werden bestimmen, wie schmerzhaft die Ukraine diesen Zyklus durchlaufen wird.

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