IT-Exporte in 11 Monaten — 5,97 Mrd. US-Dollar: minimales Wachstum, aber der Sektor bleibt eine Stütze der Wirtschaft

In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 erzielte der IT‑Sektor fast 6 Mrd. US‑Dollar. Warum das Wachstum nur 2,4 % beträgt und was das für Arbeitsplätze, den Staatshaushalt und die nationale Resilienz bedeutet.

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Kurz zu den Zahlen

$5,97 Mrd. — so viel hat die Ukraine in den ersten 11 Monaten 2025 durch den Export von IT‑Dienstleistungen verdient. Das ist ein Wachstum von nur 2,4% im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024; der Sektor brachte im Durchschnitt $543 Mio. pro Monat ein.

„In den ersten 11 Monaten 2025 hat die Ukraine durch den Export von IT‑Dienstleistungen $5,97 Milliarden eingenommen. Das Wachstum im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024 betrug 2,4%.“

— OpenDataBot

Position im Export: Warum das wichtig ist

IT‑Dienstleistungen machen 42% des gesamten Dienstleistungsexports der Ukraine und rund 12% des gesamten Exports von Waren und Dienstleistungen aus. Gleichzeitig sank der gesamte Dienstleistungsexport um 9% auf $14,33 Mrd., und der Gesamtexport von Waren und Dienstleistungen ging um 5% auf $49,21 Mrd. zurück. Diese Kennzahlen machen IT nicht nur zu einem Einnahmetreiber, sondern zu einem zentralen Element wirtschaftlicher Stabilität in Zeiten der Krise.

Kontext und Gründe für das moderate Wachstum

Der Vergleich mit dem Rekordjahr 2022 zeigt: Der durchschnittliche Monatswert lag damals bei $612 Mio. — fast 10% mehr als jetzt. Das heutige „Plateau“ lässt sich durch mehrere Faktoren erklären: die globale Nachfrageentwicklung nach Software, Konkurrenz um Talente, teilweise Verlagerung von Unternehmen, Schwankungen der Wechselkurse und logistische Risiken im Zusammenhang mit dem Kriegszustand. Analysten weisen darauf hin, dass ein Teil der Abschwächung zyklischen und ein Teil strukturellen Ursprungs ist.

Was das praktisch bedeutet

Träge Wachstum bedeutet nicht den Zusammenbruch: Der Sektor hält hohe Margen, schafft Arbeitsplätze und generiert Deviseneinnahmen, die nötig sind, um den Import kritischer Güter und staatlicher Programme zu unterstützen. Gleichzeitig unterstreicht dieser Trend den Bedarf an einer Politik, die Exporterfolge in langfristige Investitionen in Bildung, Infrastruktur und den Schutz des geistigen Eigentums verwandelt.

Fazit

IT bleibt eine Stütze des Exports und der nationalen Wirtschaft, doch die Kennzahlen für 2025 signalisieren: Es sind Maßnahmen nötig, um den Wachstumstrend wiederherzustellen. Ob staatliche Politik, Investoren und der Sektor selbst die Prioritäten abstimmen können, ist die Schlüssel‑frage für die nächsten 12 Monate.

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