Übererfüllung des Staatshaushalts im Februar: 93 Mrd. Hrywnja – was das für das Defizit und die Auszahlungen ändert

Geld liebt die Stille: Im Februar lagen die Einnahmen des Staatshaushalts um 7 % über dem Plan. Wir beleuchten, warum das für Gehälter, Renten und die Verteidigung wichtig ist — und welche Risiken durch Angriffe auf die Energieinfrastruktur weiterhin bestehen.

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Фото пресслужби НБУ

Einleitung — kurz und wichtig

Geld liebt die Stille: Im Februar gingen dem Generalfonds des Staatshaushalts 93 Mrd. грн zu — das sind 7 % mehr als geplant (+6,1 Mrd. грн). Die Zahl ist nicht spektakulär, aber sie verschafft den Budgetempfängern und der Verteidigung zusätzlichen Handlungsspielraum in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.

Was geschehen ist: Zahlen und Struktur

Über die Erfüllung berichtete die amtierende Leiterin der Staatlichen Steuerbehörde (ДПС), Lesja Karnauch. Im Vergleich zum Februar 2025 sind die Einnahmen um 14,2 Mrd. грн (18 %) gestiegen. Die wichtigsten Monatskennzahlen:

Einkommensteuer (ПДФО) — 32,2 Mrd. грн (105,6 % des Plans); Gewinnsteuer — 13,9 Mrd. грн (105,4 %); Mehrwertsteuer (ПДВ) — 24,3 Mrd. грн (107,5 %) bei kompensierten 16,2 Mrd. грн; Ressourcennutzungsgebühren (rentna плата) — 6 Mrd. грн (143,9 % des Plans).

"Dank dieses Übererfüllens konnte im Februar der Rückstand aus dem Januar verkürzt werden. Insgesamt beträgt die Erfüllung des Generalfonds des Staatshaushalts für die beiden Monate dieses Jahres 99,4 %."

— Lesja Karnauch, amtierende Leiterin der Staatlichen Steuerbehörde

Warum das wichtig ist

Das Übererfüllen im Februar hat teilweise den Rückstand aus dem Januar ausgeglichen (im Januar erhielt der Staatshaushalt 8,2 % weniger). In der Praxis bedeutet das geringeren Druck auf das Defizit im kurzen Zyklus und eine höhere Wahrscheinlichkeit pünktlicher Zahlungen von Gehältern, Renten und Verteidigungsausgaben. Für die Regierung ist es ebenfalls ein Signal — eine vorübergehende Entlastung, aber kein Grund, auf Ausgabendisziplin zu verzichten.

Kontext und Risiken

Die Nationalbank hat bereits ihre Wachstumsprognose für das BIP 2026 auf 1,8 % gesenkt und führt das auf russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur zurück. Die wirtschaftliche Dynamik bleibt verwundbar: Selbst kurzfristige Unterbrechungen der Energieversorgung können die Produktion bremsen und die Haushalts­einnahmen verringern. Analysten weisen darauf hin, dass die hohen Erfüllungsraten bei den Ressourcennutzungsgebühren zyklisch sein können und von Preisen sowie Förderaktivitäten abhängen.

Wie weiter?

Das Übererfüllen ist eine gute Nachricht, muss sich aber zu einer nachhaltigen Tendenz entwickeln. Dafür sind nötig: eine verlässliche Arbeitsweise der Steuerinfrastruktur, der Schutz kritischer Infrastruktur vor Angriffen und die fortwährende Unterstützung durch internationale Partner. Jetzt kommt es darauf an, das Tempo zu halten und Entscheidungen zur Stabilisierung von Einnahmen und Ausgaben nicht aufzuschieben.

Kurzfazit

Der Februarüberschuss schafft einen haushaltlichen Puffer und erleichtert kurzfristige Zahlungen, hebt aber die strukturellen Herausforderungen nicht auf. Regierung und Partner müssen dieses Übererfüllen als Grundlage für eine tragfähige Finanzpolitik nutzen und es nicht als vorübergehende Verbesserung des Haushalts ansehen.

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