Der offizielle Dollar bricht zum dritten Mal Rekorde — Euro fast bei 50 Hrywnja. Warum das wichtig ist

Saisonale Nachfrage und Haushaltszahlungen veranlassten die NBU zu Nettoverkäufen von Devisen, doch rekordhohe Reserven schaffen Spielraum. Wir erklären, was das für die Wirtschaft und Ihren Geldbeutel bedeutet.

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Was passiert ist

Die Nationalbank der Ukraine hat den offiziellen Kurs der Hrywnja gegenüber dem Dollar um 15 Kopeken gesenkt — auf 42,7155 грн für $1. Der Kurs gilt ab dem 8. Januar. Es ist bereits das dritte historische Hoch binnen drei Tagen. Der Eurokurs stieg ebenfalls — auf 49,9216 грн, was nur knapp unter der psychologischen Marke von 50 грн liegt.

„Aufgrund der starken saisonalen Nachfrage im Dezember hat die NBU den Nettoverkauf von Devisen im Vergleich zum November um das 1,7‑Fache erhöht. Das hängt mit der Zunahme der Haushaltsausgaben und den Geschäftstransaktionen zum Jahresende zusammen.“

— Nationalbank der Ukraine, Pressemitteilung

Warum das geschah

Die Erklärung ist einfach und pragmatisch: Gegen Jahresende steigt traditionell die Nachfrage nach Devisen — der Staat leistet viele Zahlungen, Unternehmen schließen Geschäfte ab, und Privatpersonen transferieren Ersparnisse. Die NBU reagierte mit erhöhten Nettoverkäufen von Devisen, um Schwankungen auf dem Markt abzufedern.

Gleichzeitig wichtiger Kontext: Die Ukraine verfügt über Rekord‑Internationalreserven — über $57 Mrd. Stand 1. Januar. Das ermöglicht der Zentralbank, selbstbewusster zu handeln und Interventionen durchzuführen, ohne Panik auf dem Markt zu schüren.

Was das für Ihren Geldbeutel und die Wirtschaft bedeutet

Der Anstieg des offiziellen Kurses ist ein Signal an Importeure, Schuldner mit Auslandsverpflichtungen und diejenigen, die planen, Fremdwährungen zu kaufen: Die Kosten für importierte Waren und Dienstleistungen können leicht steigen, und Unternehmen mit Fremdwährungskosten werden zusätzlichen Margendruck spüren. Für diejenigen, die internationale Hilfe oder Einkünfte aus dem Ausland erhalten — das ist ein schneller Kanal zur Stärkung der Kaufkraft der Hrywnja.

Vor dem Hintergrund der Rekordreserven und der aktiven Nutzung von Interventionen durch die NBU bleibt das Risiko eines plötzlichen Währungsschocks moderat. Analysten weisen darauf hin: Entscheidend ist, ob der Zufluss von Devisen (Hilfen, Kredite, Exporte) anhält und wie vorhersehbar die Haushaltsauszahlungen in den kommenden Wochen sein werden.

Kurzfristige Prognose

Erwartungsgemäß wird die NBU weiterhin zwischen Deviseninterventionen und Marktsignalen balancieren. Wenn die saisonale Nachfrage nachlässt, könnten sich die Wechselkursschwankungen stabilisieren. Wenn jedoch Haushalts- oder externe Einnahmen sinken, wird der Druck auf die Hrywnja wieder zunehmen.

Die Frage vor diesem Hintergrund ist einfach: Werden die Rekordreserven zu einem dauerhaften wirtschaftlichen Vorteil — oder müssen sie als temporäres Polster in schwierigen Zeiten verwendet werden?

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50 Minuten vor