Rechtsanwalt Shevchuk in der Auswahlkommission der SAP: Wie es dazu kam und was sich ändern könnte

Wir legen Emotionen beiseite und analysieren die Fakten: Der Rat der Staatsanwälte erklärte, warum ausgerechnet Олексій Шевчук in die Kommission gekommen ist, die das Verwaltungspersonal in der spezialisierten Antikorruptionsstaatsanwaltschaft auswählen wird — und welche Risiken und Kontrollmechanismen sich daraus für das System ergeben.

185
Aktie:

Was passiert ist

Der Rat der Staatsanwälte hat in einer Erläuterung bestätigt: Der Anwalt Олексій Шевчук wurde Mitglied der Auswahlkommission für die Besetzung von Verwaltungsstellen in der Spezialisierten Antikorruptionsstaatsanwaltschaft, weil er nach dem Ausscheiden eines der Kandidaten der einzige Bewerber war, der die gesetzlichen Anforderungen erfüllte.

"da er der einzige Kandidat war, der die gesetzlichen Anforderungen erfüllte."

— Rat der Staatsanwälte

Chronologie wichtiger Entscheidungen

Am 28. November 2025 kündigte der Rat der Staatsanwälte den Beginn der Auswahl für die Kommission an und billigte Empfehlungen zur Einreichung der Unterlagen. Bis zur gesetzten Frist gingen Bewerbungen von vier Personen ein (drei aus der Staatsanwaltschaft und ein Anwalt); alle wurden zugelassen und zu Interviews eingeladen.

Am 9. Dezember schlug der Rat dem Generalstaatsanwalt Руслану Кравченку vor, drei Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft zu ernennen. Einer der Kandidaten reichte jedoch am 18. Dezember seinen Rücktritt aus dem Wettbewerb ein — der Rat entsprach diesem Ersuchen und informierte die Generalstaatsanwaltschaft.

Wegen der unzureichenden Zahl an Kandidaten und der Notwendigkeit, Fristen des Gesetzes einzuhalten, bestimmte der Generalstaatsanwalt den Anwalt Шевчук als Mitglied der Kommission — den einzigen unter den Eingereichten, der die Anforderungen erfüllte.

Rechtlicher Mechanismus und Schutzvorkehrungen

Der Rat der Staatsanwälte betont: Die Amtsbefugnisse eines Mitglieds der Auswahlkommission können vorzeitig aus bestimmten Gründen beendet werden — dazu gehören:

  • persönliche Erklärung zur Beendigung der Amtsbefugnisse;
  • längere gesundheitliche Verhinderung an der Teilnahme an Sitzungen (über einen Monat);
  • Entscheidung der Kommission über die vorzeitige Beendigung der Amtsbefugnisse gemäß Geschäftsordnung;
  • Rechtskräftiges Urteil mit Verurteilung;
  • Anerkennung der Person als geschäftsunfähig oder als unauffindbar.

Nur bei Vorliegen eines dieser Gründe hat der Generalstaatsanwalt das Recht, ein Mitglied der Kommission zu ersetzen.

Kontext und Risiken

Die Situation ist wichtig nicht wegen der Personalien, sondern wegen des Vertrauens in den Auswahlprozess einer Behörde, die die aufsehenerregendsten Korruptionsfälle untersuchen soll. Derzeit ist die Kommission nicht vollständig besetzt — es fehlen drei Vertreter internationaler und ausländischer Organisationen, was theoretisch Raum für Zweifel an der Transparenz des Verfahrens eröffnet und das öffentliche Interesse erhöht.

Zugleich sieht das Gesetz Kriterien für die vorzeitige Beendigung von Amtsbefugnissen vor, sodass die Risiken in einem juristischen Rahmen liegen und nicht nur politische Bewertungen sind. Expertenkreise merken an, dass solche Fälle den Bedarf an stärkerer Beteiligung internationaler Partner bei der Bildung von Kommissionen unterstreichen.

Kurz zu Шевчук

Олексій Шевчук ist Partner der Anwaltsvereinigung Barristers. In seiner Biografie sind Verteidigungen in aufsehenerregenden Strafverfahren verzeichnet (zu den Mandanten werden Геннадій Корбан, Ілля Кива, Олександр Онищенко, Ярослав Дубневич und der Richter Артур Ємельянов gezählt). Am 17. Februar 2023 entzog die Qualifikations- und Disziplinarkommission der Anwaltschaft der Region Kiew ihm vorübergehend (für drei Monate) seine Anwaltszulassung wegen Verstößen gegen die Anwaltsethik im Fall um den Kollegen Масі Найєм.

Die Ernennung löste in den sozialen Medien Kritik aus; Шевчук selbst sprach von "Manipulationen gegen ihn" und reichte Klagen zum Schutz von Ehre und geschäftlichem Ruf gegen einzelne Kritiker ein.

Wie es weitergeht

Das praktische Fazit lautet: Die Entscheidung des Generalstaatsanwalts erfolgte im Rahmen der ihm zur Verfügung stehenden Verfahren — aufgrund des Fehlens anderer zugelassener Kandidaten und der Verpflichtung, die Auswahlfristen einzuhalten. Gleichzeitig erhöht die unvollständige Besetzung der Kommission (insbesondere das Fehlen internationaler Mitglieder) die Bedeutung von Transparenz und Überwachung des Verfahrens durch Öffentlichkeit und Partner. Der nächste Schritt wird sein, ob die Kommission mit internationaler Beteiligung bestätigt wird und ob die Arbeit planmäßig und ohne Hindernisse fortgeführt werden kann.

"Jetzt sind die Partner am Zug: Erklärungen und Versprechen müssen in unterzeichnete Verfahren und wohlüberlegte Personalentscheidungen umgesetzt werden."

— analytische Einschätzung

Weltnachrichten