Budanov zum möglichen Gipfel von Selenskyj, Trump und Putin: Russland hat bislang nicht zugestimmt — was das für die Ukraine bedeutet

Der Leiter des Präsidialamts erklärt, warum ein trilaterales Treffen weiterhin notwendig ist; seine Durchführbarkeit hängt jedoch von den Positionen Moskaus und konkreten Sicherheitsgarantien ab.

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Володимир Путін та Дональд Трамп під час саміту на Алясці у серпні 2025 року (Фото: EPA)

Kurz

Der Leiter des Büros des Präsidenten Kyrylo Budanov bestätigte in einem Interview mit ukrainischen Fernsehsendern: Eine Diskussion über einen Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Ukraine, der USA und Russlands fand am Verhandlungstisch statt, aber Moskau stimmt zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu. Zugleich schließt der Beamte nicht aus, dass sich die Lage ändern kann.

"Möglich – das heißt nicht, dass er [der Gipfel] stattfinden wird"

— Kyrylo Budanov, Leiter des Büros des Präsidenten

Warum das wichtig ist

Ein trilaterales Treffen ist kein Selbstzweck. Für die Ukraine ist es eine Chance, klare Mechanismen für einen Waffenstillstand, Sicherheitsgarantien und eine Roadmap für den Wiederaufbau festzulegen. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass die russische Aggression ohne harte Bedingungen und Kontrolle durch internationale Partner legitimiert wird.

Was über Timing und Positionen bekannt ist

Der US-Sondergesandte äußerte am 19. Februar die Möglichkeit eines Gipfels innerhalb von drei Wochen; nach einem Telefonat am 26. Februar berichtete Selenskyj, dass die USA solche Gespräche unterstützen und als möglichen Austragungsort Anfang März die VAE genannt werden. Budanov betonte, dass dies der aktuelle Stand sei: Meinungen ändern sich schnell.

"Aber das ist der Stand von jetzt. Die Meinungen ändern sich in unserer Zeit ziemlich schnell... Wir werden alle Möglichkeiten suchen, damit das stattfindet"

— Kyrylo Budanov, Leiter des Büros des Präsidenten

Folgen und Szenarien

Wenn Moskau zustimmt — wird für die Ukraine weniger das Format als vielmehr der Inhalt entscheidend sein: welche Fristen, welche Verifizierungsmechanismen und welche Garanten es für die Umsetzung der Vereinbarungen geben wird. Wenn Moskau ablehnt — bleibt die Strategie, den internationalen Druck zu erhöhen und die Verteidigungspositionen zu stärken.

Analysten weisen darauf hin: Der Gipfel kann ein Instrument zur Erreichung von Frieden sein, aber nur bei Vorliegen transparenter Garantien und der Beteiligung verlässlicher Partner an der Überwachung der Umsetzung der Abkommen.

Fazit

Heute zählt nicht die Schlagzeile über einen Gipfel, sondern die Frage: Werden diplomatische Signale in konkrete Garantien für die Sicherheit der Ukraine verwandelt? Ob unsere Partner solche Bedingungen schaffen können — davon hängt der reale Nutzen künftiger Verhandlungen ab.

"Wir werden nicht davon abweichen"

— Kyrylo Budanov, Leiter des Büros des Präsidenten

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