Was der Bürgermeister sagte und warum das wichtig ist
Der Bürgermeister Witali Klitschko wandte sich an die Kiewer mit der Aufforderung, Basisausstattungen—Lebensmittel, Wasser und Medikamente—anzulegen und Optionen für eine vorübergehende Abreise an Orte mit alternativer Heizung in Erwägung zu ziehen. Dies ist kein Aufruf zur Panik, sondern ein präventives Signal: die Stadt bereitet sich auf mehrere Szenarien vor, darunter erneute Angriffe auf kritische Infrastrukturen.
"An die Bewohner richte ich mich und sage offen: Die Lage ist extrem schwierig und dies könnte noch nicht der schwierigste Moment sein. Legen Sie Vorräte an an Lebensmitteln, Wasser und notwendigen Medikamenten. Wer die Möglichkeit hat, außerhalb der Stadt zu fahren, wo es alternative Energie- und Wärmequellen gibt, sollte diese nicht ausschließen."
— Witali Klitschko, Bürgermeister von Kiew
Was die Stadt unternimmt
Kiew hat bereits in jedem Bezirk Anlaufstellen zum Aufwärmen benannt, die für Übernachtungen bei Bedarf eingerichtet werden—mit Heizgeräten, Verpflegung und Hygieneartikeln. Die Bezirksverwaltungen fungieren als erste Koordinationsinstanz vor Ort; städtische Dienste und Versorgungsbetriebe arbeiten rund um die Uhr, Krankenhäuser und soziale Einrichtungen erbringen weiterhin ihre Leistungen.
Zahlen und Autoritäten
Aktualisierte Daten erlauben eine Einschätzung des Ausmaßes: Am Morgen des 22. Januar wurde Wärme in 227 Häusern wieder angeschlossen, fast 3.000 blieben ohne Heizung; und am Morgen des 23. Januar waren noch 1.940 Mehrfamilienhäuser ohne Wärme. Die Regierung, namentlich Ministerpräsident Denys Schmyhal, bezeichnete den 22. Januar als einen der schwierigsten Tage für das Energiesystem seit dem Blackout im November 2022 — eine Einschätzung, die Fachleute des Energiesektors teilen.
"Der 22. Januar war ein sehr harter Tag für das Energiesystem — das ist keine abstrakte Bedrohung, das ist ein realer Belastungstest für Netze und Verwaltungen."
— Denys Schmyhal, Ministerpräsident der Ukraine
Gegenargumente und Klarstellungen
Am 21. Januar wies die Kiewer städtische Militärverwaltung (KMVA) Berichte über die massenhafte Abreise von 600.000 Kiewern zurück, daher ist es wichtig, präventive Ratschläge von ungeprüften Schätzungen zu unterscheiden. Die Stadt kommuniziert gleichzeitig Maßnahmen zur Reaktion und präzisiert die Statistik zur Wiederherstellung der Dienste.
Was Kiewer jetzt tun sollten
- Den Hausvorrat prüfen: Wasser, Grundnahrungsmittel, notwendige Medikamente für 3–5 Tage. Vorräte sind keine Panik, sondern ein Sicherheitsplan.
- Wenn möglich mit dem Arbeitgeber flexible Arbeitszeiten oder Heimarbeit vereinbaren: Die Stadtverwaltung hat die Unternehmen aufgefordert, dies zu unterstützen.
- Den Standort der nächsten Anlaufstelle zum Aufwärmen kennen und verletzlichen Nachbarn helfen — älteren Menschen und Familien mit kleinen Kindern.
Fazit
Die Stadtverwaltung gibt konkrete Empfehlungen und bereitet die Infrastruktur vor. Dies ist Zeit für vernünftige Vorbereitung, nicht für emotionale Schlussfolgerungen. Die nächsten Tage werden zeigen, ob es gelingt, das Netz zu stabilisieren und die Zahl der Mehrfamilienhäuser ohne Wärme zu reduzieren — und wie effektiv die Anstrengungen von Behörden und Gemeinschaft sind.