KMIS: 71 % der Ukrainer glauben nicht an Friedensverhandlungen — was das für Sicherheit und Strategie bedeutet

Die Mehrheit hält Russland nicht für friedensbereit. Diese Stimmung verändert die Erwartungen der Gesellschaft und diktiert die Prioritäten des Staates — von der Sicherheit bis zur Diplomatie.

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Люди прогулюються вулицями Одеси (Фото: dumskaya.net)

Kurz

71% der Ukrainer glauben nicht, dass Verhandlungen zum Frieden führen werden — das sind die Ergebnisse einer Umfrage des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (КМІС) im März. Das ist nicht nur eine Zahl: sie zeigt, wie die öffentliche Meinung den Rahmen möglicher politischer Schritte und die Erwartungen an Partner formt.

Warum man nicht daran glaubt

Soziologen heben mehrere Gründe für das Misstrauen hervor. Der vorherrschende ist die Überzeugung, dass Russland keine echte Bereitschaft zeigt, den Krieg zu beenden. Das ist eine logische Reaktion auf wiederholte Vereinbarungsbrüche und das Verhalten der Aggressorseite.

Weitere Gründe: die Erfahrung früherer ergebnisloser Verhandlungen (14 %), die Überzeugung, dass die ukrainische Regierung nicht genug für den Verhandlungsprozess tut (10 %), sowie Zweifel an der Verlässlichkeit westlicher Unterstützung (10 %). Diese Faktoren verstärken den Skeptizismus und prägen die Erwartung, dass Verhandlungen eher als Druckmittel denn als direkter Weg zum Frieden genutzt werden.

Die Ukrainer können den Verhandlungen insgesamt wohlwollend gegenüberstehen, sie jedoch nicht als Weg zum Frieden, sondern als Mittel betrachten, um zu demonstrieren, dass gerade Russland das Hindernis für die Herstellung von Frieden ist.

— Kiewer Internationales Institut für Soziologie

Entwicklung der Stimmung: Was sich geändert hat

Im März 2025 bewerteten 77 % der Ukrainer die Initiative der Ukraine und der USA für einen 30‑tägigen Waffenstillstand positiv, aber unter ihnen hielten nur 18 % diese für einen realistischen Schritt zum Frieden. Die Mehrheit (59 %) unterstützte die Initiative als Mittel, zu zeigen, dass gerade Russland nicht zu Abkommen bereit sei — ein Befund, den auch Beiträge von LIGA.net bestätigten, die die Verhandlungen als parallele Monologe charakterisierten.

Folgen für Politik und Sicherheit

Die Ergebnisse des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (КМІС) haben direkte Auswirkungen auf die staatliche Strategie. Wenn die Mehrheit nicht an ein schnelles diplomatisches Ergebnis glaubt, wächst die Nachfrage nach einer Stärkung der Verteidigungsfähigkeit, nach Transparenz im Verhandlungsprozess und nach klaren Signalen westlicher Partner.

Präsident Wolodymyr Selenskyj bemerkte bereits am 19. März, dass die Pause in den Verhandlungen sich verlängert habe, und es gebe von US‑Seite Signale zu ihrer Wiederaufnahme; ein Treffen der ukrainischen Delegation mit Vertretern der USA wurde für Samstag, den 21. März, erwartet. Diese Kontakte sind nicht so sehr als medialer Fakt wichtig, sondern als Test dafür, ob die Partner diplomatische Erklärungen in praktische Garantien umsetzen können.

Was das für die Gesellschaft und Partner bedeutet

Das öffentliche Misstrauen verstärkt das Bedürfnis nach drei Dingen: echter Verteidigung, transparenter Information über den Verhandlungsprozess und einer klaren Roadmap von internationalen Partnern zu Sicherheitsgarantien. Analysten sind sich einig, dass ohne eine effektive Armee und klare internationale Garantien das Vertrauen in Verhandlungen begrenzt bleiben wird.

Fazit

Die Zahlen des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (КМІС) deuten darauf hin, dass die ukrainische Gesellschaft bereit ist, Verhandlungen als Druckinstrument und nicht als schnellen Weg zum Frieden zu sehen. Nun stellt sich die Frage an die Regierungschefs und Partner: Werden Signale und Erklärungen in konkrete Schritte verwandelt, die das Vertrauen stärken und diese Dynamik verändern?

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Shell schätzt, dass die Wiederherstellung einer der Schlüssel‑Linien der Pearl‑GTL‑Anlage in Ras Laffan etwa ein Jahr dauern wird. Für den globalen Markt für verflüssigtes Erdgas (LNG) bedeutet dies eine Verringerung der verfügbaren Kapazitäten und zusätzlichen Preisdruck; für die Ukraine – neue Risiken energetischer Instabilität, aber auch Möglichkeiten für diplomatische und industrielle Reaktionen.

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