KNUKiM ohne Poplavsky: kommissarischer Rektor ernannt — was das für die Universität bedeutet

Das Ministerium für Bildung und Wissenschaft (MОН) hat Ihor Komarnytskyj zum amtierenden Präsidenten der KNUKiM ernannt. Wir erklären den rechtlichen Kontext, die personelle Dimension und warum das für die Bildungsqualität und den Ruf der Hochschule wichtig ist.

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Михайло Поплавський (Фото: Facebook-акаунт ексректора)

Kurz und auf den Punkt

Am 6. Februar 2026 unterzeichnete der Minister für Bildung und Wissenschaft Оксен Лісовий einen Erlass zur Ernennung des Professors Ігор Комарніцький zum kommissarischen Präsidenten der Kiewer Nationalen Universität für Kultur und Kunst (КНУКіМ). Die Meldung über den Führungswechsel veröffentlichten „Главком“ und verweisen auf das entsprechende Dokument; „РБК-Україна“ fügt hinzu, dass bei Михайла Поплавського der Vertrag ausgelaufen sei. LIGA.net richtete eine Anfrage an МОН, um Einzelheiten zu klären.

Position des МОН und rechtlicher Kontext

In der Anordnung heißt es, dass Комарніцький die Einrichtung „bis zur Ernennung der Leitung in der gesetzlich vorgeschriebenen Reihenfolge oder bis zur Ernennung eines anderen kommissarischen Leiters, jedoch nicht später als bis zum 5. August 2026“ führen werde. Formal hängt die Änderung mit dem Auslaufen des Vertrags von Поплавський zusammen — einer Amtsperson, die das Amt seit den frühen 1990er-Jahren innehatte.

„Eine und dieselbe Person kann das Amt des Rektors einer Universität, Akademie oder eines Instituts nicht mehr als zwei Amtszeiten hintereinander ausüben (jeweils fünf Jahre).“

— Gesetz der Ukraine «Über die Hochschulbildung», 2014

Personelle Aspekte: Wer ist Ігор Комарніцький

Laut der Anordnung ist Ігор Комарніцький Professor der Abteilung für Hotel-, Restaurant- und Tourismuswirtschaft. Nach Angaben von „Главком“ gehörte er früher zum Team von Поплавський, hat sich in den letzten Jahren jedoch vom Ex-Rektor distanziert. In Kürze sollen an der КНУКіМ Wahlen für eine neue Leitung stattfinden — bei diesen Wahlen wird die Entscheidung über den langfristigen Entwicklungskurs der Universität fallen.

Warum das für Studierende, Lehrende und die Öffentlichkeit wichtig ist

Personalwechsel an einer Hochschule mit dieser Geschichte betreffen nicht nur Namen. Es geht um institutionelle Stabilität, akademische Autonomie und Reputation. Поплавський, der als Sänger, Produzent und ehemaliger Volksabgeordneter bezeichnet wird, stand während seiner Amtszeit wiederholt im Zentrum öffentlicher Debatten über die Verbindung eines Bildungsamtes mit Politik und Showbusiness. Ein Teil der Kritik betraf die Nutzung des Universitätsimages in persönlichen Projekten und Inhalten, die eine öffentliche Diskussion über die Grenzen des Amtes eines Hochschulleiters auslösten.

Folgen und Szenarien

Kurzfristig: Der/Die Kommissarische muss den ununterbrochenen Lehrbetrieb und die Vorbereitung der Rektoratswahl sicherstellen. Mittelfristig — bis zum 5. August 2026 — ist Zeit für die Ausschreibung und Durchführung des Auswahlverfahrens vorgesehen. Langfristig: Von der Wahl der Leitung hängen Managementreformen, Personalpolitik und der Umgang mit akademischer Ethik ab — wichtige Indikatoren zur Wiederherstellung des Vertrauens bei Studierenden und Partnern.

„Starke Universitäten sind nicht nur Studienprogramme, sondern auch transparente Verwaltung und wiederherstellbarer Ruf. Genau das steht derzeit bei КНУКіМ auf dem Spiel.“

— Expertenmeinung aus dem Bildungsbereich (Zusammenfassung öffentlicher Kommentare aus journalistischen Recherchen)

Worauf es als Nächstes zu achten gilt

1) Offizielle Antworten des МОН auf Medienanfragen; 2) Bekanntgabe des Verfahrens und des Kalenders für die Rektoratswahlen an der КНУКіМ; 3) programmatische Erklärungen der Kandidaten zu akademischen Standards und Transparenz der Verwaltung. Für die Gesellschaft ist es wichtig, dass diese Prozesse offen und gesetzeskonform stattfinden.

Nach Jahrzehnten unter einer Führung erhält die Universität die Chance auf Erneuerung des Managements und Wiederherstellung des Vertrauens. Ob die akademische Gemeinschaft diese Chance nutzt, hängt von der weiteren Transparenz des Auswahlverfahrens und der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ab.

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