Was bekannt ist
The Times berichtet unter Berufung auf militärische und diplomatische Quellen, dass Großbritannien und Frankreich im Falle eines Friedensabkommens bereit seien, bis zu 15 000 Soldaten in die Ukraine zu entsenden. Diese Zahl ist jedoch vorläufig und noch nicht endgültig vereinbart.
Früher hatte die britische Militärführung bis zu 10 000 britische Soldaten im Rahmen einer größeren „Freiwilligenkoalition“ mit einer Stärke von 64 000 vorgeschlagen. Das Verteidigungsministerium des Vereinigten Königreichs bezeichnete ein derartiges Ausmaß als problematisch angesichts der derzeitigen Stärke der regulären Armee — etwa 71 000 ausgebildeter Soldaten.
"Tatsächlich könnten weniger als 7 500 britische Soldaten eingesetzt werden."
— Gesprächspartner der The Times, militärische Quelle
Warum die Zahlen angepasst werden
Es gibt mehrere Gründe, die eher rational als impulsiv sind: personelle und logistische Beschränkungen, die politische Verwundbarkeit von Regierungen in Zeiten postkonfliktreicher Entscheidungen sowie das Bestreben, die Stationierung großer Kontingente in der Nähe der Frontlinie zu vermeiden.
Frankreich hat sich derzeit öffentlich verpflichtet, Truppen zu entsenden und prüft Berichten zufolge deren Stationierung in westlichen, relativ sicheren Regionen der Ukraine. Deutschland orientiert sich laut Quellen eher an einer Stationierung in Grenznähe — in Polen oder Rumänien — statt innerhalb der Ukraine, was das Gesamtpotenzial einer multinationalen Präsenz ebenfalls verringert.
Folgen für die Ukraine
Selbst im niedrigen Szenario bringt die Präsenz verbündeter Einheiten drei praktische Effekte: Steigerung der Ausbildungsfähigkeit, Unterstützung der Logistik und der Waffenlager und ein politisches Signal — eine internationale Garantie in der Wiederaufbauphase. Die reine Zahl ersetzt jedoch nicht die kontinuierliche materielle, technische und finanzielle Unterstützung.
"Die Größe des Kontingents wird von den konkreten Bedingungen des Friedensabkommens abhängen — derzeit noch nicht endgültig festgelegt."
— Diplomatische Quelle, The Times
Fazit
Die Ankündigung von bis zu 15 000 Soldaten ist symbolisch wichtig, doch die Wahrheit liegt im Detail: welche Aufgaben diesen Kräften zukommen, wo sie stationiert werden und unter welchen Bedingungen sie arbeiten. Für die Ukraine ist es entscheidend, die Erklärungen der Partner in konkrete Pläne zu überführen, die die operative Einsatzbereitschaft erhöhen und politische Risiken minimieren. Nun sind Kiew und die Verbündeten am Zug — von Worten zu konkreten Garantien und Maßnahmen.