Warum das wichtig ist
Am Mittwoch, dem 7. Januar, wird in Paris eine ukrainische Delegation weitere Verhandlungen mit Vertretern der USA und anderer Partner führen, bei denen Fragen des Atomkraftwerks Saporischschja und der Rückgabe von Territorien im Mittelpunkt stehen. Für die Ukraine ist das keine abstrakte Diplomatie — es geht um die Sicherheit der Bevölkerung, die Risiken der nuklearen Infrastruktur und die Bedingungen für die künftige Wiederherstellung der Souveränität.
"Wir hoffen, dass unter anderem die schwierigsten Fragen des grundlegenden Rahmens zur Beendigung des Krieges erörtert werden, nämlich die Fragen zum Atomkraftwerk Saporischschja und zu den Territorien"
— Володимир Зеленський, Präsident der Ukraine
Was genau auf der Tagesordnung steht
Nach offiziellen Angaben sind die Hauptthemen die Betriebssicherheit des Saporischschja-AKW (Reduzierung des Risikos eines nuklearen Unfalls, Zugangskontrolle, unabhängige Überwachung) und Mechanismen zur Rückführung der Territorien (Zeitpläne, Sicherheitsgarantien, Rolle internationaler Kräfte). Die Diskussion dieser Fragen wird darüber entscheiden, ob sich die Erklärungen in konkrete Instrumente verwandeln, die Leben und Infrastruktur der Menschen schützen.
Dies ist bereits die dritte Sitzung innerhalb von zwei Tagen mit Vertretern der US-Administration, was die Intensität und Priorität der Verhandlungen unterstreicht.
Wer die Ukraine vertritt
- Рустем Умєров — Sekretär des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung;
- Андрій Гнатов — Chef des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine;
- Кирило Буданов — Leiter des Büros des Präsidenten;
- Сергій Кислиця — Erster stellvertretender Leiter des Präsidialamts;
- Давид Арахамія — Vorsitzender der Fraktion „Sluha Narodu“ (Diener des Volkes);
- Олександр Бевз — Berater des Leiters des Präsidialamts.
Pariser Kontext: was bereits unterzeichnet wurde
Am 6. Januar fand in Frankreich ein Treffen der „Koalition der Willigen“ statt, das mit der Unterzeichnung der Pariser Erklärung „Zuverlässige Sicherheitsgarantien für einen starken und dauerhaften Frieden in der Ukraine“ endete. Am selben Tag unterzeichneten die Ukraine, Frankreich und Großbritannien eine Absichtserklärung zur künftigen Entsendung multinationaler Streitkräfte. Das übt politischen und diplomatischen Druck auf den Entscheidungsprozess aus, erhöht aber auch die Erwartungen an konkrete Maßnahmen — von der Finanzierung bis zum Format der Garantien.
Was als Nächstes
Erklärungen und unterzeichnete Absichtserklärungen sind ein nützlicher Schritt, doch die entscheidende Frage ist jetzt, ob sie sich in klare Mechanismen verwandeln, die die Sicherheit des Saporischschja-AKW und die Rückführung der Territorien unter ukrainische Kontrolle gewährleisten. Von den Antworten der Partner hängt ab, wie schnell und sicher die Risiken für Millionen von Menschen verringert und die volle Kontrolle über ukrainisches Gebiet wiederhergestellt werden kann.
Nun liegt der Ball bei den Partnern: Reichen die unterzeichneten Erklärungen aus, um reale Garantien zu schaffen, und welche Kompromisse werden im Prozess nötig sein — Fragen, auf die konkrete Antworten bereits in den nächsten Wochen erwartet werden.