Was passiert ist
In der Nacht zum 7. Januar teilte der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine mit, dass eine Reihe von Zielen der Russischen Föderation in an die Ukraine grenzenden Regionen und auf vorübergehend besetzten Gebieten getroffen wurden.
Unter anderem wurde die Öllageranlage «Осколнєфтєснаб» im Gebiet der Ortschaft Kotel (Region Belgorod) durch einen Schlag beschädigt. Berichten zufolge brach infolge der Treffer in den Tanks ein großflächiges Feuer aus.
Außerdem wurde auf einem vorübergehend besetzten Teil der Oblast Donezk ein Lager mit materiell-technischen Mitteln einer Einheit der 20. motorisierten Schützen-Division der Russischen Streitkräfte (RF) getroffen. Das Ausmaß der verursachten Schäden wird in beiden Fällen noch ermittelt.
"Die Verteidigungskräfte haben Objekte der Russen in der Region Belgorod und auf vorübergehend besetzten Gebieten getroffen."
— Generalstab der Streitkräfte der Ukraine
"Infolge einer Detonation auf dem Gelände der Öllageranlage sind mehrere Tanks in Brand geraten."
— Wjatscheslaw Gladkow, Gouverneur der Region Belgorod
Kontext und Bestätigungen
Diese Operation fügt sich in eine Serie von Treffern gegen Infrastruktur ein, die Treibstoff und Munition an die russische Armee liefert. So wurden laut LIGA.net und späteren Bestätigungen des Generalstabs Ende der vergangenen Woche Ziele in den Oblasten Kostroma, Lipezk und Jaroslawl getroffen; unter anderem wurden Tanks des strategischen Reservats "Темп" in der Oblast Jaroslawl beschädigt.
- LIGA.net berichtete über Treffer auf ein Raketen- und Artilleriearsenal in der Oblast Kostroma und eine Öllageranlage in der Oblast Lipezk — diese Informationen wurden später vom Generalstab bestätigt.
- Nach vorläufigen Angaben wurden in der Oblast Jaroslawl zwei vertikale Tanks RVS-5000 auf einem Objekt des strategischen Reservats beschädigt.
Warum das für die Ukraine wichtig ist
Ein Schlag gegen logistische Knotenpunkte dient nicht der "effektvollen Bilder", sondern der echten Reduzierung der Fähigkeit des Gegners, die notwendige Intensität offensiver und defensiver Operationen aufrechtzuerhalten. Kraftstoff und Lager sind das Nervensystem des Krieges: die Ausschaltung solcher Objekte zwingt den Gegner, Ressourcen für die Umorientierung von Lieferungen und den Schutz wichtiger Punkte aufzuwenden.
Für den ukrainischen Bürger bedeutet das einen einfachen praktischen Effekt: jede zerstörte logistische Kette verringert die operative Handlungsfreiheit der russischen Einheiten und verschafft unseren Streitkräften größere Chancen, die Initiative an der Front zu halten.
Was als Nächstes
Während das Ausmaß der Schäden noch verifiziert wird, ist es wichtig, zwei Faktoren zu beobachten: erstens, ob dem Gegner gelingt, die Kapazitäten schnell wiederherzustellen oder die Lieferungen umzuleiten; zweitens, ob Russland den Schutz kritischer Infrastruktur auf seinem Territorium verstärkt, was Kiew zu entsprechenden Planungen zwingen würde.
Analytische Prognose: Die Serie von Treffern gegen die Logistik deutet auf eine Strategie hin, die darauf abzielt, die Möglichkeiten des Gegners zu erschöpfen, ohne direkte große Angriffe zu führen. Die Reaktion Moskaus — sei es die Umschichtung von Ressourcen in den Schutz oder die beschleunigte Wiederherstellung — wird zeigen, wie tief der Schlag war und welchen Preis der Gegner bereit ist, für seine Nachschublinien zu zahlen.
Nun sind die Partner am Zug: Die Staaten, die die Ukraine unterstützen, beobachten nicht nur die operativen Erfolge, sondern auch die langfristige Fähigkeit Kiews, feindliche Versorgungsketten zu durchbrechen. Ob Russland über ausreichende Reserven verfügt, um solche Schläge schnell zu kompensieren — davon wird die Intensität der Kämpfe in den kommenden Wochen abhängen.