Kurz und auf den Punkt
Lionel Messi erklärte, dass er sich nach dem Ende seiner Karriere nicht in der Rolle eines Trainers sieht, stattdessen aber die Rolle eines Eigentümers oder Managers eines Klubs bevorzugt. Die Information wurde von ESPN veröffentlicht und von der UNN nachgedruckt. Trotz eines neuen Vertrags mit «Inter Miami» bis zum Ende der Saison 2027/2028 setzt Messi die Idee bereits um – zusammen mit Luis Suárez hat er den uruguayischen Viertligisten Deportivo LSM gegründet.
Was genau sagte Messi
"Ich sehe mich nicht als Trainer. Die Idee, Manager zu sein, gefällt mir, aber ich wäre lieber Eigentümer. Ich würde gerne meinen eigenen Verein haben, ganz unten anfangen und ihn wachsen lassen. Die Möglichkeit zu haben, Kindern die Chance zu geben, sich zu entwickeln und etwas Bedeutendes zu erreichen. Wenn ich wählen müsste, wäre das das, was mich am meisten anziehen würde."
— Lionel Messi, Fußballer
Warum das wichtig ist
Messis Entscheidung ist nicht nur ein persönlicher Traum. Es ist ein Modell langfristiger Investition in den Fußball: Statt zu versuchen, sofort ein Team von der Trainerbank zu leiten, wählt er die Kontrolle über Infrastruktur und den Entwicklungsprozess der Spieler. Ein solcher Ansatz ermöglicht es, eine Vereinsphilosophie zu formen, in Akademien zu investieren und ein nachhaltiges Finanzmodell aufzubauen — Elemente, die die Qualität der Ausbildung von Nachwuchsspielern tatsächlich verändern.
Über Deportivo LSM und das Ausmaß des Projekts
Der Klub, dessen Abkürzung die Initialen von Luis Suárez und Messi trägt, macht bereits von sich reden: rund 80 Mitarbeiter und etwa 3.000 Mitglieder. Das ist nicht nur eine Branding-Initiative — es ist ein Instrument zur großflächigen Einbindung von Kindern und heranwachsenden Spielern vor Ort. Für Länder in Lateinamerika und Grenzregionen werden solche Projekte oft zum Katalysator für das Entstehen einer neuen Generation von Fußballern.
Kontext: Erfolge und Vertrauen
Parallel dazu bleibt Messi für «Inter Miami» wertvoll: Zwei seiner Assists halfen dem Klub, die MLS-Meisterschaft im Finale gegen die Vancouver Whitecaps (3:1) zu gewinnen, was den 47. Titel seiner Karriere bedeutete. Das ist kein reiner Bei‑Sachverhalt: sportliche Erfolge stärken das Vertrauen der Sponsoren und schaffen Ressourcen für Investitionen in eigene Projekte. Weggefährten wie Jordi Alba und Sergio Busquets haben ihre Laufbahn beendet, aber das Modell des Einflusses auf das Spiel könnte sich verändern — nicht über die Trainerbank, sondern über Vereine und Akademien.
Was das der Gesellschaft bringt und warum es Beachtung verdient
Das Eigentümermodell eines großen Spielers ist ein Beispiel für Länder, die ihre Infrastruktur wiederaufbauen oder neue Wege zur Unterstützung des Jugendfußballs suchen. Für die ukrainische Leserschaft ist eine praktische Erkenntnis wichtig: Arbeit von unten, Investitionen in Schulen und Vereine bringen nachhaltigere Ergebnisse als kurzfristige Aufmerksamkeit. Messi wählt keine Show — er entscheidet sich für ein langfristiges System.
Fazit
Die Präferenz für die Rolle des Eigentümers statt des Trainers ist keine Flucht aus dem Sport, sondern eine pragmatische Wahl, um nach der aktiven Karriere Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Nun stellt sich die Frage an das Umfeld: Werden Messis Ambitionen in ein tragfähiges Entwicklungsmodell münden, das andere Stars und lokale Projekte nachahmen können? Die Antwort hängt davon ab, wie ernsthaft Ressourcen und Aufmerksamkeit in langfristige Institutionen investiert werden.
Quellen: ESPN, Berichte der UNN; Spielzusammenfassungen der MLS.