128. Brigade evakuierte steinerne Babas aus dem 12. Jahrhundert vor Angriffen in der Region Saporischschja

Die Kämpfer der „Дике Поле“ evakuierten zügig Museumsexponate aus Novomykolaivka und setzten sich dabei unter Beschuss großen Risiken aus. Das ist ein Beispiel dafür, wie die Armee nicht nur die Front, sondern auch das historische Gedächtnis des Staates schützt.

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Was passiert ist und warum das wichtig ist

Nach Angaben der 128. separaten schweren mechanisierten Brigade «Дике Поле» und der Nachrichtenagentur УНН haben Militärangehörige steinerne Babas aus dem 12. Jahrhundert aus dem historisch‑lokalen Museum in Новомиколаївка in der Region Saporischschja evakuiert. Die Exponate wurden wegen der Gefahr durch Angriffe mit russischen gelenkten Luftbomben (KAB) aus dem Museum gebracht und anschließend zur Aufbewahrung an eine kulturelle Einrichtung übergeben.

Position der Streitkräfte: Schutz der Kultur ist Teil der Verteidigung

Die Initiative entstand aus praktischer Notwendigkeit: In der Nähe des Museums waren bereits Gebäude zerstört worden, und die Wahrscheinlichkeit eines unwiederbringlichen Verlusts einzigartiger Artefakte stieg. Für die Armee ist das kein symbolischer Akt – es ist eine präventive Maßnahme, die materielle Zeugnisse der Geschichte bewahrt und langfristige kulturelle Verluste minimiert.

„Durch die Bemühungen der Soldaten der 128. separaten schweren mechanisierten Brigade ‚Дике Поле‘ wurde die Evakuierung steinerner Babas aus dem historisch‑lokalen Museum von Новомиколаївка in der Region Saporischschja durchgeführt“

— 128. separate schwere mechanisierte Brigade «Дике Поле», Mitteilung

Wie die Operation organisiert wurde

Initiator war ein Soldat, der sich an das Museum wandte, nachdem er Zerstörungen in der Gegend bemerkt hatte. Zu den Beteiligten gehörte der Historiker und Militärangehörige Дмитро Каюк, der eine Ausstellung zum Jubiläum der Brigade vorbereitete und feststellte, dass die Exponate noch nicht evakuiert waren. Der Kommandeur der Brigade stimmte der Bereitstellung von Technik und Kräften für eine sichere Evakuierung zu.

„Es stellte sich heraus, dass in diesem Museum eine meiner ehemaligen Studentinnen arbeitet. Sie bestätigte, dass die Exponate noch nicht evakuiert waren. Ich wandte mich an den Brigadekommandeur – und er gab die Erlaubnis, die steinernen Babas zu retten, und stellte sogar Technik bereit“

— Дмитро Каюк, Historiker und Militärangehöriger der 128. Brigade

Die Aktion wurde vom Saporischschjaer Historiker Петро Бойко begleitet, um die Regeln für Annahme und Konservierung der Werte einzuhalten. Neben den steinernen Babas wurden Gemälde und weitere Funde evakuiert, die sich nun in einem sicheren Depot befinden.

„Wir mussten ordentlich mit Schaufeln arbeiten, um diese Babas auszugraben. Eine war sehr groß“

— Дмитро Каюк, Teilnehmer der Aktion

Kontext und Folgen

Vor dem Hintergrund von Meldungen über Beschädigungen von Museumsbeständen in anderen Regionen (unter anderem Fälle mit dem Kunstmuseum Odessa) ist eine solche Evakuierung Teil einer breiteren Arbeit zum Schutz des kulturellen Erbes im Krieg. Sie zeigt: Wenn zivile Institutionen bedroht sind, kann eine rasche Abstimmung mit dem Militär Artefakte vor unwiederbringlichen Verlusten bewahren.

Was als Nächstes

Diese Geschichte unterstreicht die Notwendigkeit systematischer Verfahren zur Evakuierung und Sicherung kultureller Werte in Risikogebieten – von proaktiver Inventarisierung bis zur Koordination zwischen Museen, lokalen Verwaltungen und Verteidigungskräften. Solange Kultur vor Ort geschützt wird, stellt sich die Frage: Reichen die Ressourcen und die Planung aus, um solche Einsätze bei Bedarf zu skalieren?

„Wir schützen nicht nur das Staatsgebiet, sondern auch seine Geschichte, Kultur und das Erinnern ganzer Generationen“

— 128. separate schwere mechanisierte Brigade «Дике Поле»

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