Nächtlicher Angriff auf Kiew: Die Hälfte der Mehrfamilienhäuser ohne Heizung — Bürgermeister rät, vorübergehend die Stadt zu verlassen

Die massive nächtliche Attacke Russlands hat Schlüsselobjekte der Infrastruktur der Hauptstadt außer Betrieb gesetzt: Heizung, Wasser und Strom – Hunderttausende Kiewer sind betroffen. Wir erklären, was geschehen ist, welche Folgen das hat und was jetzt zu tun ist.

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Kurz

Ein massiver nächtlicher Angriff Russlands hat zentrale Objekte der kritischen Infrastruktur Kiews außer Betrieb gesetzt. Die Hälfte der Mehrfamilienhäuser — fast 6.000 — ist vorübergehend ohne Wärmeversorgung; in mehreren Stadtteilen gibt es Unterbrechungen bei Wasser und Strom. Das wirkt sich unmittelbar auf Hunderttausende Bewohner aus, besonders bei schwierigen Witterungsbedingungen.

Was passiert ist

Dem Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge in Telegram (via UNN) dauerte der kombinierte Angriff etwa fünf Stunden und beschädigte Heizwerke, Umspannwerke und andere Energieanlagen. Durch die Schäden am Netz blieben zahlreiche Gebäude ohne Strom und Heizung, und in einigen Vierteln kam es zu Unterbrechungen der Wasserversorgung.

„Der nächtliche Angriff Russlands war der schmerzhafteste für die Objekte der kritischen Infrastruktur der Hauptstadt“

— Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew

Maßnahmen von Behörden und Diensten

Die städtischen Dienste arbeiten im Notfallmodus: Energie- und Kommunalarbeiter stellen die Netze so schnell wie möglich wieder her, Priorität haben Krankenhäuser und Entbindungszentren — ihnen wurden mobile Heizkessel angeschlossen. In einigen Bezirken habe man den Kommunaldiensten empfohlen, Wasser aus den hausinternen Systemen abzulassen, um Netzschäden zu vermeiden, teilte ein Abgeordneter und Mitglied des zuständigen Ausschusses mit.

„Nach meinen Informationen haben in vielen Bezirken Kiews die Kommunalbetriebe den Befehl erhalten, Wasser aus den hausinternen Systemen abzulassen“

— Oleksij Kutscherjenko, Abgeordneter, Mitglied des Ausschusses für Energie und Wohnungswesen

Was Bewohner tun sollten

Wenn Sie die Möglichkeit haben, vorübergehend an Orte mit alternativer Heizung und Stromversorgung zu fahren, ziehen Sie diese Option in Betracht. Für diejenigen, die bleiben: Legen Sie Vorräte an Wasser und warmen Kleidern an, laden Sie tragbare Akkus, befolgen Sie die Hinweise der Rettungsdienste und warten Sie ausschließlich auf offizielle Informationen der Kiewer Stadtverwaltung (KMDA) und der Energieversorger. Solidarität mit Nachbarn und Aufmerksamkeit gegenüber verletzlichen Personen (Ältere, Säuglinge, Menschen mit chronischen Erkrankungen) sind jetzt entscheidend.

„Ich appelliere an die Einwohner der Hauptstadt: Wer die Möglichkeit hat, vorübergehend aus der Stadt zu fahren, wo es alternative Energie- und Wärmequellen gibt, soll das tun“

— Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew

Kurzprognose

Die Schäden an der Infrastruktur vor dem Hintergrund schwieriger Wetterbedingungen könnten die vollständige Wiederherstellung der Versorgung verzögern. Diese Aufgabe betrifft nicht nur die städtischen Einsatzteams — es bedarf der Koordination mit der Regierung und Partnern, um Reparaturen zu beschleunigen und Ersatzenergiequellen bereitzustellen. Für die Kiewer ist jetzt Vorbereitung, vorsichtige Informationsnutzung und gegenseitige Hilfe entscheidend; die Wiederherstellung der Versorgung ist der nächste Schritt, den es genau zu beobachten gilt.

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