Kabinett annulliert Firtashs Lizenzen: Drei Titanvorkommen werden in offenen Auktionen versteigert

Die Regierung entzog einem sanktionierten Geschäftsmann die Sondergenehmigungen — was ändert sich dadurch für Sicherheit, Investitionen und den Investitionsfonds zum Wiederaufbau der Ukraine?

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Фото: Юлія Свириденко / Telegram

Was passiert ist

Die Regierung hat die Sondergenehmigungen für drei Lagerstätten annulliert, die dem unter Sanktionen stehenden Geschäftsmann Dmytro Firtash gehörten. Es geht um die Lizenzen zur Erschließung des Малишевського родовища циркон-рутил-ільменітоносних пісків (Мотронівський ГЗК) in der Oblast Dnipropetrowsk sowie um zwei Vorkommen von Titanerz (Ilmenit) in der Oblast Schytomyr — Валки-Гацківське und Межирічне.

Warum das wichtig ist

Die Regierung hat diese Flächen in die Liste der Bodenschätze aufgenommen, die über transparente elektronische Auktionen verfügbar gemacht werden. Das eröffnet die Möglichkeit, dass die Förderrechte an Investoren vergeben werden, die nicht mit Sanktionskonstrukten verbunden sind — unter wettbewerblichen und offenen Bedingungen. Für den Staat geht es dabei um Sicherheit, Arbeitsplätze und die Finanzierung des Investitionsfonds für den Wiederaufbau.

"Das eröffnet die Möglichkeit, redliche Investoren zu gewinnen und die Förderung unter wettbewerblichen und offenen Bedingungen zu entwickeln. Der nächste Schritt — wir erwarten Initiativen aus der Wirtschaft zur Erlangung der Nutzungsrechte an diesen Bodenschätzen über den Mechanismus offener Auktionen"

— Юлія Свириденко, Premierministerin der Ukraine

Kontext und Folgen

Parallel dazu führt der Staatliche Dienst für Geologie und Lagerstätten Prüfungen sogenannter "schlafender" Nutzungs­genehmigungen für strategische Bodenschätze durch — im Rahmen der Prüfung stehen 38 Lizenzen zur Debatte. Dies ist Teil einer systematischen Arbeit zur Bereinigung des Sektors und zur Erhöhung der Attraktivität für langfristige Investoren.

Der amerikanisch-ukrainische Investitionsfonds für den Wiederaufbau (AUIF), der im Rahmen des Abkommens über Bodenschätze eingerichtet wurde, hat bereits 59 Investitionsanträge erhalten, von denen 22 Projekte eine Erstbewertung durchlaufen haben. Das zeigt die vorhandene Nachfrage der Investoren nach Projekten in diesem Sektor.

"Strategische Bodenschätze sind eine Ressource für die wirtschaftliche Entwicklung und die Sicherheit des Staates. Sie müssen für die Ukraine arbeiten: Arbeitsplätze schaffen, Investitionen anziehen und sich durch fairen Wettbewerb und transparente Regeln für die Wirtschaft entwickeln"

— Юлія Свириденко, Premierministerin der Ukraine

Wie es weitergeht

Die nächsten Schritte sind die Durchführung offener Auktionen und die Gewährleistung ihrer Transparenz. Risiken bleiben: mögliche gerichtliche Anfechtungen, Versuche, die Kontrolle über indirekte Verbindungen zurückzugewinnen, sowie der Bedarf an Vorbereitung der Infrastruktur für eine sichere Förderung. Wenn die Auktionen jedoch fair verlaufen, gewinnt der Staat Einnahmen, Investitionen und Arbeitsplätze — und dem Wiederaufbaufonds werden zusätzliche Mittel zufließen.

Nun sind die Staatliche Dienststelle für Geologie und Lagerstätten, Investoren und Aufsichtsbehörden am Zug: Werden diese Entscheidungen in konkrete, transparente Ausschreibungen münden, und werden die Bodenschätze zugunsten des Gemeinwohls zu arbeiten beginnen?

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