Rangliste der Drohnen des Verteidigungsministeriums: Wie Gefechtsdaten bestimmen, welche Drohnen die Armee anschafft

Fedorov hat eine Anordnung unterzeichnet, die die Logik der Beschaffungen verĂ€ndert — von einer blinden Liste hin zu einem Ranking auf Grundlage der tatsĂ€chlichen Wirksamkeit auf dem Schlachtfeld. Warum das jetzt wichtig ist und wie sich das auf die Front und die Produktion auswirken wird.

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Systematische Arbeit statt „Zoopark“: was der Erlass verĂ€ndert hat

Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov hat einen Erlass unterzeichnet, der die zentralisierten Beschaffungen von Drohnen (UAV) auf ein modellbasiertes Verfahren umstellt, das sich an Gefechtsdaten orientiert. Statt Listen nach Namen oder Lieferanten wird der Generalstab kĂŒnftig den Bedarf nach technischen Merkmalen formulieren — ohne Nennung eines bestimmten Herstellers. Das soll die Ausmusterung jener Technik bewirken, die die Soldaten gezwungen sind, in den SchĂŒtzengrĂ€ben „nachzubessern“.

„Der Staat wird nur das beschaffen, was tatsĂ€chlich fliegt, Ziele trifft und seine Wirksamkeit an der Front bewiesen hat.“

— Mykhailo Fedorov, Verteidigungsminister

Wie das Bewertungssystem funktionieren wird

Die Bedarfe werden automatisch auf Grundlage von Daten aus digitalen Systemen generiert: єБалО (Statistik zur tatsĂ€chlichen Wirksamkeit), DOT-Chain, Brave1 Market (Indikator der realen Nachfrage), DELTA und Mission Control (Analyse des Gefechtseinsatzes). Das System wird keinen Bedarf fĂŒr etwas erzeugen, das nicht durch Flugleistung oder Trefferwirkung bestĂ€tigt ist — „wenn eine Drohne nicht fliegt oder keine Ziele trifft, wird das System einfach keinen Bedarf dafĂŒr generieren“, erklĂ€rte Fedorov.

„Wenn eine Drohne nicht fliegt oder keine Ziele trifft – das System wird einfach keinen Bedarf dafĂŒr generieren.“

— Mykhailo Fedorov, Verteidigungsminister

Haushalt und Innovationen: Balance zwischen Risiko und Bedarf

Das neue Modell verankert außerdem finanzielle Disziplin: 80% des Beschaffungsbudgets werden fĂŒr im Gefecht erprobte Systeme verwendet, 20% fĂŒr Innovationen und das Testen neuer Entwicklungen unter Kampfbedingungen. Dieses VerhĂ€ltnis soll teure Experimente an der Front verringern und zugleich Raum fĂŒr technologischen Fortschritt erhalten.

Die Wirkung des neuen Modells besteht nicht nur in der Reduzierung manueller Nachbearbeitung an der Front, sondern auch in einer erhöhten Transparenz des Prozesses und einer Verringerung von Korruptionsrisiken: Der Bedarf wird auf der Basis belegbarer Kennzahlen und nicht aufgrund persönlicher Vorlieben oder Liefernetzwerke gebildet.

Kontext und Herausforderungen

Dieser Ansatz stimmt mit den Ambitionen der Verteidigungsindustrie ĂŒberein: Im Januar hatte der stellvertretende Verteidigungsminister Serhii Boiev ĂŒber PlĂ€ne gesprochen, in den kommenden Jahren massenhaft Hunderttausende — sogar Millionen — Drohnen zu produzieren. Das Bewertungssystem soll helfen, die Produktionsmengen auf das zu lenken, was die Front tatsĂ€chlich braucht, und nicht auf ein breites Sortiment mit fragwĂŒrdigem militĂ€rischem Nutzen.

Gleichzeitig ist zu bedenken, dass die Änderung der Beschaffungsinstrumente nur ein Teil der Aufgabe ist. Die UnterstĂŒtzung der Lieferketten, die Instandhaltungsinfrastruktur, die Ausbildung des Personals und die Integration der Systeme in Gefechtsverfahren bleiben entscheidend fĂŒr die schnelle EinfĂŒhrung wirksamer Lösungen.

Fazit

Das Drohnen-Ranking ist ein pragmatischer Schritt hin zu rationaleren Beschaffungen: Der Fokus auf Nachweisen sollte das Erscheinen wirksamer Systeme an der Front beschleunigen und Zeit sowie Ressourcen fĂŒr Feldnachbesserungen einsparen. Aber ob das neue Modell Daten schnell in stabile Lieferungen und die Ausbildung von Einheiten umsetzen kann, ist eine Frage an das Management und die Industrie. Nun sind diejenigen am Zug, die ErklĂ€rungen in VertrĂ€ge und eine störungsfrei funktionierende Logistik umsetzen mĂŒssen.

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