Hermès-Erbe fordert von LVMH Rückgabe von Aktien im Wert von 14 Mrd. Euro

Nicolas Puech klagt gegen den Konzern LVMH und Bernard Arnault und verlangt die Rückgabe von Hermès-Aktien im Wert von rund 14 Milliarden Euro, die seiner Darstellung zufolge ohne seine Zustimmung verkauft worden seien.

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Nicolas Puech, Erbe in fünfter Generation der Eigentümerfamilie von Hermès, hat Klage gegen die Gruppe LVMH und deren Chef Bernard Arnault eingereicht. Er fordert die Rückgabe von Aktienpaketen der Marke im Gesamtwert von rund 14 Milliarden Euro, die nach Puechs Angaben ohne sein Wissen veräußert worden seien.

Klage gegen LVMH

Puech behauptet, sein ehemaliger Vermögensverwalter Éric Freymond habe etwa sechs Millionen Papiere von Hermès an Arnault verkauft, vor dem Hintergrund von dessen Bestrebungen, seinen Einfluss im Unternehmen zu vergrößern. Die Zivilklage, gerichtet gegen Freymond, LVMH und Arnault selbst, wurde im Mai eingereicht.

Der Fall gilt als neuer Abschnitt eines seit 15 Jahren andauernden Streits, der nach dem verdeckten Erwerb einer Beteiligung Arnaults an Hermès begann. Damals konnten die Nachkommen der Familie eine unerwünschte Übernahme abwenden, doch der Verbleib jenes Pakets, das Puech gehörte, blieb ungewiss.

Strafverfahren

Parallel dazu hat Puech ein Strafverfahren angestrengt: Er wandte sich an die Polizei mit der Forderung, die für den Verlust seiner Vermögenswerte Verantwortlichen zu ermitteln, und beantragte, das Zivilverfahren bis zum Abschluss der Ermittlungen vorläufig auszusetzen. Es wird erwartet, dass Richter Bernard Arnault im Rahmen des Strafverfahrens vernehmen könnten.

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