Was passiert ist
In der Nacht zum 24. Januar wurde durch den Einschlag einer russischen Shahed-Drohne das Gebäude der Süßwarenfabrik Roshen im Holosiivskyj‑Bezirk von Kiew beschädigt. Eine Frau kam ums Leben, zwei weitere Beschäftigte wurden verletzt, teilten der Staatliche Dienst für Notsituationen (ДСНС) und die Abgeordnete Viktoria Sjumar mit.
«Im Holosiivskyj‑Bezirk gibt es Zerstörungen im oberen Stockwerk der Süßwarenfabrik: Eine Frau kam ums Leben, zwei weitere Personen wurden verletzt»
— Staatlicher Dienst für Notsituationen (ДСНС)
«Sie arbeitete in der Produktionshalle, damit die Menschen am Morgen frische Ware hätten… Die Halle weist ebenfalls schwere Schäden auf… Zwei weitere Mitarbeiter wurden verletzt»
— Viktoria Sjumar, Abgeordnete
Offizielle Quellen und visuelle Bestätigungen
Die Aufnahmen der Schäden veröffentlichte der Fotoreporter des The Telegraph, Jan Dobronosov. Der Abgeordnete Oleksij Honcharenko fügte hinzu, dass nicht nur die Produktions-, sondern auch die Bürobereiche der Fabrik betroffen seien. Beschädigt wurde auch der angrenzende Platz mit Eislaufbahn und Brunnen – Orte, die viele Bewohner Kiews im Alltag nutzen.
Warum das wichtig ist
Dieser Schlag trifft nicht nur eine Fabrik. Erstens ist es ein menschlicher Verlust und ein Risiko für Beschäftigte ziviler Betriebe, die trotz Beschuss weiterarbeiten. Zweitens trifft die Beschädigung der Produktion Lieferketten und Arbeitsplätze. Drittens untergräbt der Einschlag in öffentliche Räume das Sicherheitsempfinden der Stadtbevölkerung.
Kontext: Ausmaß des nächtlichen Angriffs
Die nächtlichen Angriffe am 24. Januar waren Teil einer heftigen Welle von Angriffen auf die Ukraine: Berichten zufolge wurden in der Nacht zum 24. Januar landesweit etwa 21 Raketen und 375 Drohnen gestartet, davon schossen Luftabwehrsysteme rund 357 Drohnen und 15 Raketen ab. Hauptziele waren die Energieinfrastruktur und Gebiete rund um Kiew.
Folgen für Kiew
Wegen Stromknappheit nach den massiven Angriffen sind mehrere U‑Bahn‑Stationen (unter anderem «Lisova», «Chernihivska», «Hydropark», «Dnipro») vorübergehend geschlossen; der Zugverkehr läuft nur eingeschränkt. Viele Gebäude sind erneut ohne Heizung, in einigen Bezirken gibt es Probleme mit der Wasserversorgung.
Wie es weitergeht
Das ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Angriffe auf zivile Einrichtungen den Alltag und die wirtschaftliche Stabilität einer Stadt beeinträchtigen. Wichtig ist, dass nach der Dokumentation der Schäden eine zügige Wiederherstellung der Infrastruktur, Unterstützung der Betroffenen und die Verstärkung des Schutzes kritischer Anlagen erfolgen.
Nun sind die lokalen Dienste und Partner am Zug – ob es gelingt, die Produktionskapazitäten und öffentlichen Räume kurzfristig wiederherzustellen und wie schnell die Risiken für Beschäftigte und Anwohner im Falle weiterer Angriffe verringert werden können?