Kurz
Укрзалізниця erweitert den Pilotversuch: WLAN ist im Flaggschiff-Zug «Гуцульщина» Nr. 95/96 (Kiew–Rachiw) verfügbar. Nach Tests auf diplomatischen Fahrten und in den «Intercity»-Zügen wurde das Internet nun im Fernverkehr mit Einsatz von Starlink angeschlossen — ohne Investitionen von Укрзалізниця, teilte die Pressestelle des Unternehmens mit.
"Wi‑Fi ist im Flaggschiff-Zug 'Гуцульщина' Nr. 95/96 auf der Verbindung Kiew – Rachiw erschienen"
— Pressestelle der Укрзалізниця
Wie es funktioniert
Die Fahrgäste erhalten 10 Minuten kostenlosen Zugang, danach kann ein Tagespass für 120 UAH erworben werden (die ersten 5 GB — ohne Geschwindigkeitsbegrenzung). Die Bezahlung erfolgt online mit Karte, Apple Pay oder Google Pay. Die Verbindung stellt Starlink bereit, installiert vom Partner; das Projekt wird gemeinsam mit dem Ministerium für die Entwicklung von Gemeinden und Territorien umgesetzt.
Kontext und Bedeutung
Das ist nicht nur Komfort für Touristen in den Karpaten. Internetzugang im Fernverkehr bedeutet bessere Kommunikation für Bewohner entlegener Regionen, schnelleren Zugang zu Diensten und die Möglichkeit, in Notfällen rasch zu informieren. Außerdem testet das Projekt ein kommerzielles Modell: Wenn die Nachfrage stabil ist, wird Укрзалізниця die Lösung über eine Ausschreibung skalieren.
Belege und bisherige Erfahrungen
Im Jahr 2023 hat УЗ bereits einen Vertrag mit dem Unternehmen «Вінком Україна» zur Einführung von WLAN in den «Intercity»-Zügen im Umfang von 78,89 Mio. UAH abgeschlossen — damals wurden 16 Hochgeschwindigkeitszüge angeschlossen. Der nun laufende Test auf einer Fernstrecke zeigt, ob dieser Dienst mit einem Modell aus Zahlungen durch Fahrgäste und partnerseitiger Starlink-Ausrüstung tragfähig ist.
Was als Nächstes
Wenn die Statistiken des Zuges «Гуцульщина» die Nachfrage bestätigen, wird Укрзалізниця eine Ausschreibung ankündigen und das Projekt auf weitere Strecken ausweiten. Das ist eine Chance zur Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur ohne erhebliche Belastung des Haushalts — vorausgesetzt, die Ausschreibungen sind transparent und die Qualitätskontrolle des Dienstes sichergestellt.
Wichtig ist jetzt: Ob das neue Preismodell die Fahrgäste überzeugt, für stabilen Zugang zu zahlen, und ob die Partner die Verbindungsqualität auf Gebirgsstrecken garantieren können. Die Antworten auf diese Fragen werden entscheiden, ob WLAN im Fernverkehr zur Regel wird und nicht nur ein Einzelexperiment bleibt.