Kurz
Die Ukraine hat die Übernahme außer Betrieb genommener Anlagen von sechs Heizkraftwerken/Kraftwerken aus mehreren europäischen Ländern vereinbart und erhält gleichzeitig Mittel für den Wiederaufbau des Energiesektors. Diese Entscheidung wurde während einer Sitzung der Internationalen Energieagentur getroffen — und sie wirkt sich bereits in den kommenden Monaten direkt auf die Wärmeversorgung der Städte aus.
Details der Vereinbarungen
Der Erste Vizepremier — Energieminister Denys Schmyhal teilte mit, dass es sich um Geräte aus Lettland, Österreich, Finnland, Kroatien, Frankreich und Deutschland handelt. Dabei handelt es sich überwiegend um außer Betrieb genommene Anlagen von Heizkraftwerken und thermischen Kraftwerken, die rasch in die Ukraine gebracht und vor Ort montiert werden sollen.
"Die Ausrüstung wird transportiert und schnell montiert. Es geht um mindestens sechs außer Betrieb genommene Kraftwerke und Heizkraftwerke, die der Ukraine übergeben werden. So können wir die Arbeit wichtiger, vom Feind zerstörter Anlagen schnell wiederherstellen. Sie werden die Ukrainer mit Wärme versorgen"
— Denys Schmyhal, Erster Vizepremier — Energieminister
Warum das jetzt wichtig ist
In der Ukraine besteht seit dem 14. Januar wegen massiver Angriffe und starker Fröste eine außergewöhnliche Lage im Energiesektor. Einzelne kritische Kapazitäten sind außer Betrieb: Am 3. Februar erlitt die Darnytska TEC-4 kritische Schäden (für die Wiederherstellung werden mindestens zwei Monate benötigt), und am 24. Januar stellte die TEC-6 in Kiew den Betrieb ein. Unter diesen Bedingungen ist die schnelle Umstellung auf vorhandene, wenn auch gebrauchte, Ausrüstung der realistischste Weg, die Wärmeversorgung teilweise wiederherzustellen.
Finanzen und internationale Unterstützung
Neben der Ausrüstung berichtet die Regierung über bedeutende Beiträge an den Energieunterstützungsfonds — mehr als 250 Mio. Euro. Separat haben die USA ein Programm über das Projekt SPARK in Höhe von $276 Mio. genehmigt, und Frankreich hat einen Zuschuss von 71 Mio. Euro zugesagt, der im Laufe des Jahres 2026 bereitgestellt wird. Solche Finanzierungspakete decken sowohl Logistik und Montage als auch notwendige Modernisierungen und Ersatzteile ab.
Was als Nächstes — realistische Prognose
Die Übernahme außer Betrieb genommener Anlagen verschafft einen Zeitvorteil gegenüber dem Bau neuer Kapazitäten, ist aber nicht frei von Herausforderungen: Es werden Fachkräfte für Montage, Zertifizierung und Anpassung an das ukrainische Netz benötigt sowie Lieferketten für Ersatzteile. Im optimistischen Szenario könnten Teile der Kapazitäten innerhalb weniger Wochen in Betrieb gehen — andere Teile werden Monate benötigen.
Risiken und Erfolgsvoraussetzungen
Entscheidend ist, die Vereinbarungen in Logistik und Verträge zu überführen. Experten weisen darauf hin, dass Absichtserklärungen nur so lange nützlich sind, bis Fragen des Transports, der Anpassung und der Sicherheit der Montageteams geklärt sind. Ebenso wichtig sind transparente Kontrollmechanismen für die Verwendung der Mittel und die Koordination mit den lokalen Wärmeversorgern.
Fazit
Das ist keine sofortige "Heilung" des Energiesystems, aber ein konkreter Schritt, der das Risiko kalter Abschaltungen in diesem Winter verringert und die Widerstandsfähigkeit des Netzes mittelfristig erhöht. Jetzt ist es wichtig, dass die europäischen Partner und die ukrainischen Behörden die Logistik beschleunigen und die Hilfe von Worten in funktionierende Kapazitäten verwandeln — davon hängt ab, wie schnell die Ukrainer das Ergebnis in ihren Wohnungen spüren werden.