Suspilne weigerte sich, die Eröffnung der Paralympics 2026 zu übertragen — eine Geste gegen die Legitimierung von Russland und Belarus

Der öffentlich-rechtliche Sender wird die Eröffnungsfeier nicht übertragen, weil Sportler aus Russland und Belarus unter nationaler Symbolik zugelassen wurden. Das ist ein Zeichen der Solidarität mit dem ukrainischen Paralympischen Team; die Wettbewerbe hingegen werden übertragen. Wir erklären, warum die Entscheidung auch außerhalb der Sportarena Gewicht hat.

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Warum das wichtig ist

Laut Bericht der UNN unter Berufung auf Suspilne hat der ukrainische öffentlich-rechtliche Sender beschlossen, die Eröffnungsfeier der XIV. Winter-Paralympischen Spiele nicht zu übertragen. Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit der Zulassung von Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus unter ihren nationalen Symbolen – ein Schritt, den Suspilne als Teil einer systematischen Politik zur Legitimierung dieser Länder auf der internationalen Bühne bezeichnet.

Die Position von Suspilne und die Reaktion der Ukraine

Suspilne hat offiziell öffentlich die Entscheidung der ukrainischen National-Paralympics-Mannschaft unterstützt, die Eröffnungsfeier zu boykottieren. Gleichzeitig bestätigte das Team die Teilnahme an den Wettkämpfen, die vom 6. bis 15. März stattfinden – und Suspilne wird die Wettkämpfe selbst auf Suspilne Sport und lokalen Kanälen übertragen.

"Das ist eine systematische Politik zur Legitimierung der Präsenz Russlands und von Belarus auf der Weltbühne. Für die ukrainische Gesellschaft ist eine solche Position inakzeptabel"

— Suspilne (offizielle Erklärung, Zitat nach UNN)

Kontext: Warum es nicht nur um die TV-Übertragung geht

Die Entscheidung betrifft nicht nur einen emotionalen Gestus. Sie richtet sich an internationale Sportorganisationen und die öffentliche Meinung: Wenn ein Aggressorstaat unter eigenen Symbolen auf das Podium zurückkehrt, verwischt das die Grenzen zwischen Sport und politischer Verantwortung. Suspilne verweist auf eine Reihe von Fällen, die seiner Ansicht nach diese Tendenz bestätigen – unter anderem wird ein Vorfall mit der Disqualifikation eines Sportlers als Beispiel zweifelhafter Entscheidungen bei internationalen Wettbewerben genannt.

Internationale Resonanz und praktische Folgen

Suspilne bleibt nicht allein: Der estnische Sender ERR hat ebenfalls einen Boykott der Wettbewerbe angekündigt, an denen Sportler aus Russland und Belarus teilnehmen werden. Eine solche Kette von Entscheidungen schafft sozialen Beleg — nicht nur ein Land drückt seine Ablehnung der Zulassungspolitik aus.

Was das für die Zuschauer bedeutet

Wenn Sie genau die Eröffnungsfeier sehen wollten — sie wird nicht im Programm von Suspilne zu sehen sein. Die Wettkampfprogramme werden jedoch auf Suspilne Sport und lokalen Kanälen verfügbar sein. Für viele Ukrainer ist nicht die Feier selbst wichtiger, sondern das Prinzip: Wird die Präsenz des Aggressors im öffentlichen Raum des Sports legitimiert?

Fazit

Diese Entscheidung ist mehr als ein emotionaler Gestus. Sie stellt Fragen an die internationalen Verbände und Rundfunkanstalten: Ist die weltweite Sportgemeinschaft bereit, die politischen Konsequenzen ihrer Entscheidungen zu ignorieren? Jetzt sind diejenigen am Zug, die die Regeln festlegen und auf internationalen Bühnen das Wort erteilen.

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