99 Namen, die nicht verschwinden dürfen: Die Gemeinde Bilohorodska ehrte ihre Verteidiger am dritten Jahrestag des großen Krieges

Der 24. Februar ist ein Tag, den die Ukraine immer in Erinnerung behalten wird. In der Gemeinde Bilohorodska wurde dieses Datum nicht mit Politikerreden begangen, sondern mit Tränen, Stille und 99 Namen, die laut verlesen wurden – jeder einzeln. Denn jeder von ihnen ist ein ganzes Leben, das der Krieg abrupt beendet hat.

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Антон Овсієнк: Фото Facebook

Auf der Allee des Ruhms — Tränen und fest umklammerte Fahnen

Auf der Ehrenallee der Gemeinde Bilohorod versammelten sich diejenigen, die diese Menschen persönlich kannten: Nachbarn, Klassenkameraden, Angehörige. Kinder berichteten die Geschichten der gefallenen Helden — über ihren Mut, ihre Güte, die Liebe zu ihren Familien und die Träume, die sie nicht mehr verwirklichen konnten. Allein im Jahr 2025 verlor die Gemeinde 23 Verteidiger. Insgesamt — 99 in vier Jahren des großen Krieges.

«Das ist Schmerz und ein unaussprechlicher Verlust, den wir als ganze Gemeinde teilen»

Антон Овсієнко, Bürgermeister der Gemeinde Bilohorod

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Unter den Helden — diejenigen, die vor dem Krieg Zuflucht suchten, aber sich zu seinem Schutz stellten

Unter den 99 Getöteten sind nicht nur gebürtige Einwohner der Gemeinde. Viele Familien sind einst hierher gekommen als Binnenvertriebene: Sie suchten Schutz vor der Besatzung, suchten Sicherheit. Sie fanden ein Zuhause. Und ihre Söhne und Ehemänner gingen, um jenes Land zu verteidigen, das ihnen Zuflucht geboten hatte. Nun sind ihre Namen — für immer Teil der Geschichte von Bilohorodschtschyna.

Das Gebet für die Gefallenen vollzogen der vasylkiwser Bischof Єфрем und Geistliche des Dekanats Wyshneve und des Dekanats Bilohorod der Orthodoxen Kirche der Ukraine — mit dem Segen des Metropoliten von Kiew und der ganzen Ukraine, Епіфанія.

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Erinnerung — das ist nicht nur eine Schweigeminute

Öffentliche Gedenkveranstaltungen auf lokaler Ebene sind jener Raum, in dem die große nationale Tragödie persönlich wird. Psychologen und Soziologen, die Erfahrungen aus Kriegszeiten untersuchen, betonen: die öffentliche Ehrung der Gefallenen hilft den Gemeinden, dem anhaltenden Druck des Krieges standzuhalten, nicht auseinanderzufallen und nicht zu vergessen, wofür das alles geschieht.

Die Gemeinde Bilohorod ist ein Beispiel dafür, wie lokale Erinnerung Teil des landesweiten Widerstands wird. 99 Namen — das ist keine Statistik. Das sind 99 Gründe, weiter durchzuhalten.

Ewiges Gedenken und Ruhm den Helden. Ruhm der Ukraine.

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