250.000 Ukrainer im Nahen Osten: Außenministerium verstärkt konsularische Unterstützung und teilweise Evakuierung

Während die Region eine neue Welle der Eskalation erlebt, intensiviert Kiew seine diplomatische Logistik — was das für diejenigen bedeutet, die jetzt vor Ort sind, und welche Schritte bereits unternommen wurden.

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Андрій Сибіга (Фото: МЗС)

Die Haltung des Außenministeriums und die Kernfrage

Das Außenministerium berichtet von etwa 250 000 ukrainischen Staatsangehörigen, die sich derzeit im Nahen Osten aufhalten. Diese Zahl ist nicht nur statistisch bedeutsam — in Zeiten regionaler Instabilität bestimmt sie das Ausmaß der konsularischen Arbeit und der Evakuierungslogistik, die der Staat durchführt.

Was die ukrainischen diplomatischen Vertretungen bereits tun

Auf Weisung des Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat das Außenministerium die konsularische Unterstützung verstärkt: Botschaften halten ständigen Kontakt mit den Bürgern, arbeiten mit lokalen Behörden und europäischen Partnern zusammen. Einen Teil der Menschen hat man bereits auf dem Landweg in sicherere Orte verlegt, unter anderem nach Ägypten.

"Wir wissen von Problemen bei Abflügen in den Ländern, in denen der Luftraum geschlossen ist. In allen Fällen stehen die Botschaften mit den Bürgern in Kontakt und erteilen die notwendigen Beratungen."

— Andrij Sybiha, Außenminister

Aktuelle Informationen

Stand Morgen des 2. März sind bei der rund um die Uhr erreichbaren "Hotline" des Außenministeriums etwa 30 Anfragen eingegangen, überwiegend zu Flugverschiebungen. Das Ministerium verzeichnet derzeit keine Angaben zu Verletzten oder Todesfällen ukrainischer Staatsangehöriger in der Region.

"Derzeit liegen keine Informationen über Verletzte oder getötete ukrainische Staatsangehörige vor."

— Andrij Sybiha, Außenminister

Wie Sie Kontakt aufnehmen und an wen Sie sich wenden können

Jede Botschaft in der Region hat Online‑Formulare für die operative Kontaktaufnahme eingerichtet. Zu den Ländern, in denen solche Formulare verfügbar sind, gehören: Israel, die VAE (Dubai, Abu Dhabi), Bahrain, Kuwait, Jordanien, Irak, Katar, Saudi‑Arabien, Libanon, Oman und Iran. Wenn Sie oder Ihre Angehörigen sich in einem dieser Staaten aufhalten, registrieren Sie sich über das entsprechende Formular und beachten Sie die Aktualisierungen der Botschaft.

Was das für die Menschen vor Ort bedeutet

Vorrangig: Ruhe bewahren, mit dem Konsulat in Kontakt bleiben, den Status der Flüge und die Möglichkeiten für Landtransporte prüfen. Geschlossene Lufträume zwingen dazu, alternative Korridore zu suchen — auf solchen Wegen erfolgte ein Teil der Evakuierungen nach Ägypten.

Kurzfazit

Das Vorgehen des Außenministeriums zeigt: Der Staat mobilisiert diplomatische Ressourcen, um die Risiken für die Bürger zu minimieren. Sollte die Eskalation anhalten oder sich verschärfen, wird eine umfangreichere Koordination mit europäischen Partnern und der Aufbau zusätzlicher logistischer Korridore erforderlich sein. Wichtig ist jetzt, dass Bekenntnisse zur Unterstützung in konkrete Routen und Aufnahmeorte für die Menschen, die sie benötigen, umgesetzt werden.

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