Was passiert ist und warum das wichtig ist
In der Nacht zum 24. Januar startete Russland eine Serie von Angriffen auf die Ukraine, die das Außenministerium nicht nur als Schlag gegen Menschen und die Energieversorgung, sondern auch als Versuch bezeichnete, den zu dieser Zeit in Abu Dhabi laufenden diplomatischen Prozess zu untergraben. Der Außenminister Андрій Сибіга brachte den Zeitpunkt des Angriffs ausdrücklich mit der Arbeit der Delegationen in Verbindung, die unter amerikanischem Vorsitz zusammentreffen.
"Friedensbemühungen? Dreiergespräch in den VAE? Diplomatie? Zynisch – Putin befahl, gerade dann einen brutalen massiven Raketenangriff auf die Ukraine zu starten, als die Delegationen sich in Abu Dhabi trafen... Seine Raketen trafen nicht nur unsere Menschen, sondern auch den Verhandlungstisch."
— Андрій Сибіга, Außenminister der Ukraine
Zahlen und Fakten
Nach Angaben offizieller Quellen setzte der Feind in der nächtlichen Operation 21 Raketen und 375 Drohnen ein. Die Luftverteidigungssysteme griffen ein: es wurden etwa 357 Drohnen und 15 Raketen abgeschossen. Vor Ort gab es Opfer unter der Zivilbevölkerung und erhebliche Schäden an der Infrastruktur: in Kiew ein Todesopfer und vier Verletzte; in Charkiw wurden 19 Personen verletzt, Wohnhäuser, eine medizinische Einrichtung und ein Entbindungsheim beschädigt.
Die Folgen für das zivile Leben sind spürbar: in Kiew blieben etwa 6.000 Haushalte ohne Heizung, in der Oblast Tschernihiw sind hunderttausende Anschlüsse stromlos.
Was das für die Verhandlungen bedeutet
Das Außenministerium und ukrainische Analysten werten diesen Schritt als Versuch, die Position der Ukraine im Dialog zu schwächen, das Vertrauen in die Möglichkeit einer friedlichen Lösung zu untergraben und den Druck durch eine humanitäre und energiebezogene Krise zu verstärken. Es ist nicht nur ein symbolischer Schlag "auf den Verhandlungstisch", sondern ein praktisches Druckmittel: den Lebensrhythmus zu stören und einen Vorwand für Zugeständnisse zu schaffen, die für die Ukraine nachteilig wären.
"Dieser barbarische Angriff hat einmal mehr gezeigt, dass Putins Platz nicht im Friedensrat, sondern auf der Anklagebank eines Sondertribunals ist."
— Андрій Сибіга, Außenminister der Ukraine
Auswirkungen auf den Energiesektor und die Reaktion
Die Beschädigung der Energieinfrastruktur verschärft die Risiken für Millionen Menschen – von der Heizung bis zum Betrieb von Krankenhäusern. Deshalb dankte der Minister sowohl staatlichen Diensten als auch Freiwilligen, insbesondere Initiativen wie WarmthForUkraine, die sich schnell an der Beseitigung der Folgen und der Hilfe für die Betroffenen beteiligen.
Wie geht es weiter?
Der Angriff während der diplomatischen Verhandlungen stellt den ukrainischen Partnern eine einfache Frage: Werden sie diplomatische Erklärungen in konkrete Entscheidungen umsetzen – zusätzliche Luftabwehrmittel, die Lieferung von Energieausrüstung, finanzielle Unterstützung für Wiederaufbau und zur Stärkung des Schutzes kritischer Infrastruktur? Analysten weisen darauf hin, dass solche Investitionen jetzt nicht nur eine humanitäre Notwendigkeit, sondern eine strategische Investition in die Widerstandsfähigkeit der Verhandlungsposition der Ukraine sind.
Nun sind die Partner am Zug: Erklärungen müssen in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, die den angreifenden Druckmechanismus stoppen und Menschenleben sowie die Möglichkeit, aus einer Position der Stärke zu verhandeln, schützen.