Korruption bei Restaurierungsarbeiten: Gegen einen Beamten der Kiewer Stadtverwaltung (KMDA) wurde wegen einer Überzahlung von 666.000 Hrywnja am Florivsky-Kloster Verdacht erhoben

Polizei und der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) haben festgestellt, dass bei der Renovierung einer Zelle des Florivsky-Klosters aus dem Budget um 666.000 Hrywnja überbezahlt wurde. Der Fall wird als Unterschlagung unter dem Kriegsrecht untersucht — ein Lackmustest für die Kontrolle der Ausgaben und den Schutz des Kulturerbes.

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Was passiert ist

Ermittler der Kiewer Polizei deckten mit Unterstützung von Operativen des SBU den stellvertretenden Generaldirektor des Kiewer wissenschaftlich-methodischen Zentrums des Departements für den Schutz des Kulturerbes der KМДА wegen Veruntreuung von Haushaltsmitteln auf. Ihm wird vorgeworfen, die Mengen und Kosten der Arbeiten bei der Rekonstruktion einer der Zellen des Florivsky-Klosters überhöht zu haben. Quelle: UNN unter Berufung auf die Hauptdirektion der Nationalpolizei in Kiew.

„Nach Abschluss der Arbeiten unterzeichnete der Beschuldigte in Absprache mit dem Auftragnehmer die Abrechnungsunterlagen, in denen vorsätzlich größere Arbeitsumfänge und deren Kosten angegeben wurden. In der Folge wurden mehr als 15 Millionen Hrywnja an das Konto der Firma überwiesen, wobei 666.000 Hrywnja eine Überzahlung darstellten.“

— Hauptdirektion der Nationalpolizei in Kiew

Details des Falls

Nach Angaben der Ermittler schlossen das kommunale Unternehmen (vertreten durch den 53-jährigen Beamten) und eine private Firma einen Vertrag über den Bau, die Restaurierung und die grundlegende Instandsetzung der Zelle. Nach Abschluss der Arbeiten enthielten die unterzeichneten Abrechnungsdokumente überhöhte Mengen und Preise — infolgedessen wurden vom Konto des Auftragnehmers mehr als 15 Mio. Hrywnja abgebucht, und die Überzahlung belief sich auf 666.000 Hrywnja.

Rechtliche Bewertung und Sanktionen

Dem Beamten wurde der Verdacht gemäß Teil 4 des Art. 191 des Strafgesetzbuchs der Ukraine mitgeteilt — Veruntreuung fremden Eigentums durch Missbrauch der Dienststellung, begangen durch vorherige Absprache während des Kriegszustands, in großem Ausmaß. Die Sanktion des Artikels sieht bis zu acht Jahre Freiheitsstrafe mit Aberkennung des Rechts, bestimmte Ämter oder Tätigkeiten für bis zu drei Jahre auszuüben, vor.

Darüber hinaus dokumentieren die Ermittler einen weiteren Vorfall: Der Beamte habe angeblich mehr als 4 Mio. Hrywnja Einkünfte aus der Tätigkeit einer polnischen Firma verschwiegen und diese Angaben nicht in der Jahreserklärung aufgeführt — dies ist ein separater Umstand, der die Vollständigkeit der Untersuchung und mögliche zusätzliche strafrechtliche Episoden beeinflussen kann.

Warum das wichtig ist

Es geht hier nicht nur um Zahlen. Die Restaurierung von Denkmälern ist ein Bereich von erhöhtem öffentlichen Interesse: Hier treffen Fragen nach nationaler Identität, Sicherheit und der Wirksamkeit von Ausgaben während des Krieges zusammen. Expertinnen und Experten der Korruptionsbekämpfung weisen seit langem darauf hin, dass unter Bedingungen beschleunigter Aufträge und einer großen Zahl von Wiederaufbauprojekten das Risiko von Missbrauch steigt. Kontrolle und Transparenz in solchen Projekten sind keine Formalität, sondern ein direkter Beitrag zum Vertrauen in die Institutionen und zur Verteidigungsfähigkeit des Staates.

Wie es weitergeht

Die Ermittlungen dauern an: Im Fokus stehen sowohl die Rolle des Auftragnehmers als auch mögliche Mittäter. Neben der strafrechtlichen Verfolgung ist dies eine Chance für die Stadtverwaltung, die interne Kontrolle bei Restaurierungsarbeiten zu verstärken und die Transparenz von Ausschreibungen zu erhöhen. Die Frage an Gesellschaft und Behörden lautet: Wird das ausreichen, um das Risiko einer Wiederholung ähnlicher Machenschaften zu verringern und sowohl Haushaltsmittel als auch unser Kulturerbe zu schützen?

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