Newsom: Trumps Ansatz zum Frieden in der Ukraine erzielt keine Ergebnisse – was das für Kiew bedeutet

Der Gouverneur Kaliforniens, Gavin Newsom, hat auf der Münchner Konferenz die derzeitige amerikanische Strategie der Friedensbemühungen scharf kritisiert und zu entschlossenerer Unterstützung der Ukraine aufgerufen. Das ist ein Signal nicht nur für die US-Innenpolitik, sondern auch dafür, wie schnell und in welchem Umfang Kiew mit Hilfe rechnen kann.

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Гевін Ньюсом (Фото: Ronald Wittek/EPA)

Zur Äußerung in München

Gavin Newsom bezeichnete gegenüber Journalistinnen und Journalisten auf der Münchner Sicherheitskonferenz den Ansatz der Administration von Donald Trump zur Beilegung des Krieges in der Ukraine als „bringt keine realen Ergebnisse“, berichtet die Korrespondentin von LIGA.net. Er äußerte die Hoffnung, dass diese Position in Richtung einer entschlosseneren und unterstützenderen Politik — insbesondere in finanzieller und anderer Hinsicht — korrigiert werde.

„Und ich schätze das. Ich denke, dass wir alle [es schätzen] sollten. Ich glaube, wir alle in den Vereinigten Staaten tun das. Deshalb hoffe ich, dass er seinen Ansatz korrigiert. Und ich hoffe, dass sein Ansatz etwas entschlossener, etwas deutlicher, etwas unterstützender in finanziellen und anderen Bereichen sein wird.“

— Gavin Newsom, Gouverneur von Kalifornien

Warum das für die Ukraine wichtig ist

Newsoms Worte sind nicht nur Kritik an der amerikanischen Politik. Sie spiegeln eine interne Debatte in den USA wider, die Umfang und Art der Hilfe für Kiew bestimmt. Wenn einer der sichtbarsten Gegner der amtierenden Administration offen über die Ineffizienz des Ansatzes spricht, erzeugt das gesellschaftlichen und politischen Druck, der Entscheidungen über Hilfspakete beschleunigen oder verändern kann.

Vor dem Hintergrund der neuen massiven Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur gewinnt das Argument für verstärkte finanzielle und materielle Hilfe an Gewicht. Experten betonen: Diplomatische Rhetorik wird zu praktischen Lösungen, wenn innerhalb der Schlüsselverbündeten politischer Wille besteht.

Politischer Hintergrund in den USA

Newsom ist einer der deutlichsten Kritiker Trumps und ein möglicher Kandidat der Demokraten für kommende Wahlen. Seine Einschätzung verleiht der Oppositionsposition Gewicht und könnte den Druck auf die Administration erhöhen, eine klarere Strategie vorzulegen. Gleichzeitig ist das ein Signal an Kiew: Die amerikanische Politik gegenüber der Ukraine hängt nicht nur von administrativen Entscheidungen ab, sondern auch von innerparteilichen Auseinandersetzungen und der öffentlichen Meinung.

Als Kontext für Newsoms Äußerungen dienen jüngste Statements von Wolodymyr Selenskyj: Am 7. Februar sagte der Präsident, die USA hätten angeblich angeboten, den Krieg bis zum Beginn des Sommers zu beenden; am 12. Februar erklärte er, ein Ende des Krieges wäre ein großer Sieg für Trump. Diese öffentlichen Zeitrahmen verstärken die Bedeutung jeder Diskussion in Washington.

Fazit

Newsoms Kritik ist nicht nur eine politische Stellungnahme. Sie ist Teil einer breiteren Debatte in den USA darüber, wie echte und nicht nur symbolische Unterstützung für die Ukraine aussehen muss. Kiew sollte die Entwicklung dieser Diskussion genau beobachten: Davon hängen Tempo und Charakter künftiger Entscheidungen über Finanzierung, Lieferungen und diplomatische Initiativen ab.

Fachkreise sind sich einig: Wenn Rhetorik in konkrete Schritte mündet, könnte dies die Dynamik an der Front ohne langwierige zusätzliche Verfahren verändern. Nun liegt es an den Partnern – ob sie Worte mit Taten untermauern und wie schnell.

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