Unter falschem Namen: Umerov hat vor gefälschten Anfragen an Diplomaten gewarnt — was das für die Sicherheit der Ukraine bedeutet

Unbekannte geben sich als Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats (RNBO) aus und wenden sich an internationale Partner. Das ist nicht nur Betrug – das Vertrauen, von dem operative Kontakte und die Sicherheit abhängen, wird untergraben.

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Рустем Умєров (Фото: Olivier Matthys/EPA)

Was geschehen ist

Am 25. März teilte der Sekretär des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung, Rustem Umerov, auf Telegram Fälle mit, in denen unbekannte Personen sich für ihn ausgeben und Diplomaten sowie Partner um Informationen bitten.

„Diese Nachrichten haben nichts mit mir oder meiner offiziellen Tätigkeit zu tun.“

— Rustem Umerov, Sekretär des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung (RNBO)

Warum das wichtig ist

Es scheint eine Kleinigkeit zu sein — „noch ein“ Fake. Für diplomatische und militärische Kommunikation ist es jedoch eine direkte Bedrohung: die Untergrabung des Vertrauens in der Kette der Informationsübermittlung macht Verfahren verwundbar, über die nachrichtendienstliche Informationen, Logistik und die Koordination mit Partnern laufen.

Kontext: Technologien und Präzedenzfälle

Laut Veröffentlichungen von LIGA.net und Expertenkolumnen erleichtert künstliche Intelligenz heute erheblich die Erstellung authentischer Fälschungen von Stimme und Text — von Deepfake-Videos bis zu gefälschten Chats. Das ist kein theoretisches Risiko: 2025 verbreiteten russische Telegram-Kanäle ein Deepfake von Olha Stefanishyna, und 2022 versuchten Pranker, die Leitung von Baykar Defence anzurufen, indem sie Stimmtausch- bzw. Voice‑Cloning-Technologien einsetzten.

„Künstliche Intelligenz wird sowohl von Kriminellen als auch von Verteidigern aktiv genutzt — das schafft neue Bedrohungen und Herausforderungen in der Cybersicherheit.“

— Serhii Korsunskyi, Diplomat (Kommentar in einer LIGA.net-Kolumne)

Was jetzt zu tun ist

Das RNBO hat bereits dazu aufgerufen, Kommunikationsquellen zu überprüfen und verdächtige Anfragen an das Sekretariat des RNBO der Ukraine zu melden. Praktische Schritte für Diplomaten, Freiwillige und Staatsbedienstete:

  • Bestätigen Sie Identitäten über offizielle Kanäle — antworten Sie nicht auf unbestätigte Nachrichten.
  • Geben Sie vertrauliche Informationen nicht per E‑Mail oder in Messengern weiter, ohne zusätzliche Authentifizierung.
  • Melden Sie verdächtige Kontakte an das Sekretariat des RNBO und an die IT‑Abteilung Ihrer Einrichtung.

Fazit

Dieser Vorfall ist ein Beispiel dafür, wie asymmetrische Instrumente (Deepfake, Identitätsersatz) das Vertrauen untergraben. Kommunikationsschutz betrifft nicht nur Technologien, sondern auch Verfahren und eine Sicherheitskultur. Während staatliche und private Stellen Schutzmaßnahmen anpassen, liegt die Verantwortung für die Bewahrung vertrauenswürdiger Kanäle bei jedem, der mit internationalen Partnern kommuniziert.

Weltnachrichten

Politik

In einem Interview mit Reuters sagte der Präsident, Russland habe angeboten, Geheimdienstinformationen nicht an den Iran weiterzugeben, im Austausch dafür die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an die Ukraine einzustellen. Wir erläutern, warum dies nicht nur eine verbale Eskalation ist, sondern eine Frage der Sicherheit und des Vertrauens zwischen Partnern.

2 Stunden vor