Was passiert ist
Суспільне hat offiziell mitgeteilt, dass es die Eröffnungsfeier der XIV. Paralympischen Winterspiele (Italien, 6.–15. März) nicht übertragen wird. In einer Erklärung des Senders heißt es, die Entscheidung sei aus Solidarität mit der ukrainischen Paralympischen Nationalmannschaft getroffen worden, die die Eröffnung boykottiert wegen der Zulassung russischer und belarussischer Athletinnen und Athleten.
"Wir halten es für inakzeptabel, Vertreter des Aggressorstaates und seines Satelliten zu den Paralympischen Spielen einzuladen, der in Europa einen umfassenden Krieg führt, ukrainische Städte zerstört und Ukrainer tötet, darunter Hunderte von Sportlerinnen und Sportlern"
— Суспільне (offizielle Erklärung)
Warum das wichtig ist
Die Entscheidung des Senders ist mehr als ein Symbol. Sie unterstreicht den Konflikt zwischen der prinzipiellen Haltung der Ukraine und dem Vorgehen eines Teils der internationalen Sportführung. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat die Zulassung russischer und belarussischer Athletinnen und Athleten unter ihren Flaggen bestätigt, während im Kontext der Olympischen Spiele das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Skeletonfahrer Vladyslav Heraskevych wegen des Versuchs, Erinnerungssymbolik zu verwenden, disqualifiziert hat — ein Umstand, auf den Суспільне in seiner Erklärung verwiesen hat.
Folgen für Ukrainer und die internationale Bühne
- Für Zuschauer: Суспільне wird die Auftritte ukrainischer Paralympioniken übertragen, die Eröffnungsfeier werden Sie jedoch nicht auf den Plattformen des Senders sehen.
- Für den Staat: Der Sportminister teilte mit, dass ukrainische Regierungsvertreter als Reaktion auf die Entscheidung des IPC nicht zu den Spielen reisen werden.
- Für den Ruf des Sports: Die Frage der Rückkehr Russlands und Belarus in internationale Wettbewerbe ist nicht mehr nur eine sportliche Angelegenheit — es geht um die Legitimation von Staaten, die einen Krieg führen.
Bewertung
Dieser Schritt von Суспільне ist Teil einer Strategie zum Schutz nationaler Werte und des Gedenkens. Er stellt internationale Organisationen vor die Frage: Können Sportinstitutionen zwischen der apolitischen Idee des Sports und der Realität politischer Aggression vermitteln? Experten und die Gesellschaft erwarten Konsequenz — nun sind die internationalen Partner und die Organisatoren am Zug.