Kurz
Ab dem 8. Januar zieht ein Zyklon über die Ukraine hinweg, der über die Gebiete Tscheriwzi und Iwano‑Frankiwsk eintritt. Laut Prognosen können die Nachttemperaturen bis zu −20°C erreichen, tagsüber etwa −10°C. Durch Schneeanlagerungen an Stromleitungen und Verkehrsbehinderungen sind zusätzliche Stromausfälle und Probleme auf den Straßen möglich, warnte Premierministerin Юлія Свириденко.
„Der Zyklon wird etwa um vier Uhr morgens über die Gebiete Tscheriwzi und Iwano‑Frankiwsk in die Ukraine eintreten. Laut Prognosen wird der nächtliche Temperaturrückgang bis zu −20°C betragen... Zusätzliche, nicht geplante Stromausfälle sind möglich aufgrund von Schneeanlagerungen an Stromleitungen und Verkehrsbehinderungen auf den Straßen.“
— Юлія Свириденко, Premierministerin der Ukraine
Warum das wichtig ist
Auf den ersten Blick ist es ein weiterer Zyklus von Wetterwidrigkeiten. Doch in einer Situation, in der das Energiesystem täglich angegriffen wird, erhöht zusätzliche Belastung durch Frost und Netzschäden das Risiko großflächiger oder lokaler Abschaltungen. Das betrifft nicht nur den Alltag — in der ersten Reihe stehen medizinische Einrichtungen, der öffentliche Verkehr und kritische Infrastruktur.
Lokale Vorfälle treten bereits auf: Nach Angaben von LIGA.net gab es in Lwiw zeitweise Stromausfälle in Teilen von Krankenhäusern und im öffentlichen Verkehr; die regionale Militärverwaltung Lwiw (OVA) bezeichnete die Abschaltungen als rechtmäßig, Bürgermeister Андрій Садовий wandte sich an die Strafverfolgungsbehörden.
Was die Behörden tun
Die Regierung hat eine Reihe operativer Weisungen erlassen, um die Risiken zu reduzieren und die Reaktionsfähigkeit zu beschleunigen:
- Innenministerium, DSNS (Staatlicher Dienst für Notsituationen) und Nationalpolizei — Bereithaltung von Schneeräum- und schwerem Ingenieurgerät, geländegängigen Fahrzeugen und mobilen Wärmezentren zur Unterstützung von Verkehrsteilnehmern;
- Agentur für Wiederaufbau, die Regionalen Verwaltungen und die Militärverwaltung Kiew zusammen mit den lokalen Behörden — Sicherstellung eines operativen Einsatzes, Anlegen von Kraftstoffreserven und Streuen der Straßen mit taubildenden bzw. enteisenden Mitteln;
- Fachministerien und -dienste — Vorbereitung der Bereitstellung von Notfall‑Versorgungsstellen (Punkte der Unbeugsamkeit) für den Fall von Ausfällen bei Strom, Wärme, Gas oder Wasserversorgung sowie Störungen der Kommunikation;
- Ministerium für Energie zusammen mit dem Ministerium für Regionalentwicklung und staatlichen Energieunternehmen — Gewährleistung des Betriebs des Energiesystems, Einsatzbereitschaft von Reparaturbrigaden und bei Bedarf Erhöhung der Produktion sowie des Energieimports aus der EU.
„Die Verschlechterung der Wetterbedingungen belastet die kritische Infrastruktur zusätzlich. Wir arbeiten daran, die Folgen des Unwetters zu minimieren.“
— Юлія Свириденко, Premierministerin der Ukraine
Ratschläge für die Bevölkerung
Die systematische Vorbereitung des Staates ist wichtig, aber auch die grundlegende persönliche Vorsorge verringert die Risiken für jede Familie. Empfehlungen:
- Beschränken Sie Fahrten während der stärksten Wetterphase und fahren Sie nicht ohne dringenden Grund;
- Überprüfen Sie Vorräte an Kraftstoff, warme Kleidung, Medikamente und Ladegeräte (Powerbank);
- Bereiten Sie Lichtquellen, Wärmequellen und einen Trinkwasservorrat für 1–2 Tage für den Fall vorübergehender Ausfälle vor;
- Passen Sie auf Ihre Nachbarn auf, besonders ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen, und melden Sie gefährliche Situationen an die Notrufnummern 101/102;
- Verfolgen Sie die offiziellen Mitteilungen der örtlichen Behörden und der zuständigen Dienste.
Fazit
Ein Zyklon mit starkem Frost ist nicht nur eine Wettermeldung, sondern ein Test für die Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur während des Krieges. Entscheidender ist, wie schnell Reparaturbrigaden reagieren und wie effektiv Reserven und die Möglichkeiten zum Energieimport von Partnern genutzt werden. Ob die angekündigten Weisungen in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden — davon hängen Komfort und Sicherheit Tausender Bürgerinnen und Bürger ab.
Verbreiten Sie diese Information unter Angehörigen in Risikogebieten, damit sie auf vorübergehende Unannehmlichkeiten vorbereitet sind.