Trump verschob Zölle gegen Verbündete — wegen einer Vereinbarung über Grönland und die Arktis

In einem Beitrag auf Truth Social kündigte der US-Präsident an, dass er die Zölle, die am 1. Februar in Kraft treten sollten, nicht verhängen werde, und verwies dabei auf eine „Grundlage für eine Einigung“ bezüglich Grönlands. Wir analysieren, warum das für die transatlantische Einheit und die Interessen der Ukraine wichtig ist.

179
Aktie:

In der großen Diplomatie zählen nicht laute Erklärungen, sondern Vereinbarungen

In einem Beitrag auf Truth Social erklärte Donald Trump, dass er keine Zölle gegen europäische Verbündete einführen werde, die am 1. Februar 2026 in Kraft treten sollten. Seiner Darstellung nach ist der Grund eine ausgearbeitete „Grundlage für ein zukünftiges Abkommen“ über Grönland und die gesamte Arktis, auf deren Grundlage er beschlossen habe, die Tarifmaßnahmen auszusetzen.

Trump behauptete außerdem, er habe ein produktives Treffen mit Mark Rutte — dem Premierminister der Niederlande — geführt und auf Basis dieser Diskussion ein Konzept für weitere Verhandlungen erarbeitet. Präsident stellt diese Information als Begründung für die Aussetzung der Zölle dar; NATO und andere offizielle Institutionen haben zum Zeitpunkt der Veröffentlichung jedoch keine ausführlichen Bestätigungen der Details solcher Absprachen geliefert.

„Diese Entscheidung, sollte sie umgesetzt werden, wird ein großer Erfolg für die Vereinigten Staaten von Amerika und alle NATO-Länder sein. Auf Grundlage dieses Verständnisses werde ich keine Zölle einführen, die am 1. Februar in Kraft treten sollten.“

— Donald Trump, Präsident der USA (Beitrag auf Truth Social)

Die Position Europas und der vorausgegangene Druck

Berichten zufolge kündigte Trump am 17. Januar 2026 die Einführung von Zöllen gegen Verbündete an, und bereits am 18. Januar veröffentlichten acht europäische Länder eine gemeinsame Erklärung, in der sie betonten, dass die Zollandrohungen die transatlantischen Beziehungen untergraben. Der Druck von beiden Seiten machte die Lage zu einer Krise: Die Drohung mit Zöllen hätte das Vertrauen zwischen den USA und wichtigen Partnern untergraben können — gerade in einem Moment, in dem die Koordination von Verteidigungs- und Wirtschaftsmaßnahmen von kritischer Bedeutung ist.

„Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen“

— gemeinsame Erklärung von acht europäischen Staaten (18. Januar 2026)

Warum das für die Ukraine wichtig ist

Für die Ukraine ist hier nicht das Detail der arktischen Abkommen entscheidend, sondern der Erhalt der Einheit des Bündnisses. Uneinigkeit über Zölle oder eine Eskalation des Handelsdrucks schwächen die Fähigkeit der Partner, sich auf Sicherheitsfragen in Europa und auf die Lieferung von Hilfe zu konzentrieren. Daher ist die Entscheidung für eine Aussetzung der Zölle ein positives Signal, wichtiger ist jedoch, ob diese Worte in langfristige, schriftliche Vereinbarungen und Garantien überführt werden.

In seinem Beitrag nannte Trump auch Personen, die angeblich für die Verhandlungen verantwortlich sein sollen: J.D. Vance, Marco Rubio, der Sondergesandte Steve Witkoff und andere. Diese Ernennungen werden vom Präsidenten als Informationen präsentiert und müssen über offizielle Kanäle überprüft werden.

Fazit: Pause — nicht das Ende der Frage

Die Aussetzung der Zölle verringert das Risiko einer sofortigen Spaltung in den transatlantischen Beziehungen, beseitigt jedoch nicht die Ursachen der Spannungen. Für die Ukraine zählen nicht die Schlagzeilen, sondern die Konsequenz der Maßnahmen: Werden die Absprachen über Grönland und die Arktis in stabile Kooperationsmechanismen überführt, die die Einheit der NATO nicht untergraben? Der nächste Schritt müssen transparente Verhandlungen und schriftliche Garantien sein — nicht nur öffentliche Erklärungen.

Weltnachrichten