Selenskyj: Neue US-Luftabwehrsysteme fehlen, Raketen kommen „nach und nach“ – warum das für die Verteidigung wichtig ist

Der Präsident sagt, dass die Stärkung der Luftabwehr Priorität hat. Raketen werden stückweise geliefert, neue amerikanische Systeme jedoch nicht. Wir analysieren, was das für die Front und die internationale Unterstützung bedeutet.

71
Aktie:

Was der Präsident sagte

Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte Journalisten mit, dass die Ukraine von den Vereinigten Staaten keine „neuen Flugabwehrsysteme“ erhalten habe, hingegen die Lieferung von Raketen andauere, aber langsam.

"Was die Systeme aus den Vereinigten Staaten betrifft, sind keine neuen Systeme eingetroffen. Was die Raketen betrifft – sie kommen Stück für Stück, wir wollen beschleunigen. Wir wollen es sehr und bitten die USA noch einmal."

— Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Seinen Angaben zufolge wurde das Thema Luftabwehr bei Verhandlungen in Frankreich am 6. Januar sowie bei dem Treffen im Dezember in Florida angesprochen — diese Tatsachen nannte der Präsident als Kontext für die Bitte um Beschleunigung der Lieferungen. Er dankte auch Norwegen für die Hilfe, deren Details er nicht preisgab.

Warum das wichtig ist

Raketen und Systeme sind zwei Seiten desselben Mechanismus. Selbst wenn Munition eintrifft, hängt ihre Wirksamkeit von der Verfügbarkeit entsprechender Abschussplattformen, Radarsysteme und Logistik ab. Teilweise Lieferungen von Raketen verschaffen gewisse operative Flexibilität, ersetzen jedoch keine umfassende Modernisierung der Luftabwehr.

Analysten aus Verteidigungszentren weisen darauf hin: Wenn Partner ausschließlich Raketen liefern, ohne neue Systeme oder die Modernisierung vorhandener Anlagen, begrenzt das die Fähigkeit, Gebiete unter intensivem Luftdruck zu verteidigen.

Wie es weitergeht — Politik und praktische Schritte

Die Erklärung des Präsidenten ist zugleich eine Bitte und ein Signal: Die ukrainische Führung benötigt beschleunigte, systematische Lösungen der Verbündeten. Damit die „Raketenbestände“ zur Verteidigung beitragen, sind koordinierte Schritte nötig — Lieferung kompletter Sätze für konkrete Systeme, Ausbildung der Bediener, Logistik und Integration in die landesweite Luftabwehr.

Es ist auch an die Erklärung vom 20. Dezember 2025 zu erinnern, als Selenskyj feststellte, dass Partner angesichts der russischen Drohneneskalation begonnen hätten, Raketen für Luftabwehrsysteme „zurückzuhalten“ — das bestätigt die bestehende Spannung zwischen operativen Bedürfnissen und den politischen Risiken, die die Lieferanten berücksichtigen.

Kurzfassung

Die Lage ist technisch verständlich und politisch heikel: Raketen kommen zwar an, doch ohne neue Komplexe und ausgereifte Logistik ersetzt das die Bedrohung nicht vollständig. Jetzt besteht die Aufgabe der ukrainischen Diplomatie darin, Bitten und Bedarfsbekundungen in konkrete, synchronisierte Lieferungen umzuwandeln, die schnell an der Front integriert werden können.

Die Frage bleibt offen: Wird es gelingen, den Prozess zu beschleunigen und nicht nur Munition, sondern vollständige Systeme bereitzustellen, die das Gleichgewicht in der Luft zugunsten der Ukraine verändern?

Weltnachrichten

Politik

Während der Feind versucht, ukrainische Städte einzufrieren und die Welt mit Raketen im Wert von Dutzenden Millionen Dollar einzuschüchtern, verändert sich das geopolitische Schachbrett rasant — und zwar zu Ungunsten des Kremls. Die Entführung des Diktators Maduro durch US-Spezialeinheiten und die Flammen der Proteste im Iran sind ein deutliches Signal: Die Ära straffreier Tyrannen neigt sich dem Ende zu, und die Ukraine steht im Zentrum dieser globalen Transformationen.

52 Minuten vor