Rubio: USA erhöhen den Druck auf Moskau — Waffen für Kiew und Rolle als Verhandlungskatalysator

In der großen Diplomatie zählen nicht laute Erklärungen, sondern stille Absprachen. Senator Marco Rubio erklärte, warum Washington die Unterstützung der Ukraine als Druckmittel gegen den Kreml einsetzt — und was das gerade jetzt für die Sicherheit unseres Landes bedeutet.

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Марко Рубіо (Фото: MARTIAL TREZZINI / EPA)

Kurz und bündig

Senator Marco Rubio zeichnete vor den Medien am 25. Februar die Herangehensweise der Regierung Donald Trumps an die russisch-ukrainische Krise: eine Kombination aus militärischer Unterstützung für Kiew, Sanktionen gegen einzelne russische Unternehmen und diplomatischer Vermittlung. Diese Mischung soll laut ihm Druck auf den Kreml ausüben und zugleich die Rolle der USA als möglichen Katalysator für Verhandlungen bewahren.

Was genau Rubio sagte

"Die Regierung setzt den Druck auf Moskau weiter fort. Zum Beispiel hat der Präsident Ende letzten Jahres zusätzliche Sanktionen gegen deren Ölgesellschaft 'Rosneft' verhängt. Die Regierung verkauft weiterhin Waffen an die Ukraine. Wir verkaufen Russland keine Waffen und wir verhängen keine Sanktionen gegen die Ukraine."

— Marco Rubio, US-Senator

"Wir wollen von den [Friedensverhandlungen] nicht abrücken... Wir wissen, dass dieser Krieg in der Ukraine letztlich keine militärische Lösung hat. Dieser Krieg wird durch Verhandlungen geregelt werden, und im Moment sind wir das einzige Land in der Welt, das ein Katalysator für Verhandlungen sein kann."

— Marco Rubio, US-Senator

Kontext und Bedeutung für die Ukraine

Das ist aus mehreren Gründen wichtig. Erstens sind Waffenlieferungen nicht nur taktische Hilfe an der Front, sondern auch ein Signal politischen Drucks auf Moskau. Zweitens machen Sanktionen gegen Schlüsselunternehmen den wirtschaftlichen Druck systematisch. Drittens verschafft die Rolle der USA als Vermittler Kiew eine zusätzliche Plattform für diplomatische Schritte, bringt aber auch Verantwortung mit sich — die Partner könnten echte Zugeständnisse in der Kommunikation und in der Vorbereitung auf Verhandlungen verlangen.

Was als Nächstes — praktische Ereignisse

Rubio betonte außerdem die Enttäuschung von Präsident Trump darüber, dass der Krieg weitergeht, machte allerdings keine konkreten Prognosen über eine Veränderung der Politik. Gleichzeitig stehen mehrere Treffen auf der Agenda: Heute, am 26. Februar, findet in Genf ein Treffen von Umerov mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner statt (russische Vertreter werden nicht anwesend sein). Ein neues dreiseitiges Treffen ist für Anfang März geplant; Trump äußert den Wunsch, die Frage nach dieser Verhandlungsserie auf die Ebene der Staats- bzw. Regierungschefs zu heben.

Bewertung der Experten

Analystinnen und Analysten in Washington weisen darauf hin: Die Kombination aus Sanktionsdruck und militärischer Unterstützung ist ein standardmäßiges Instrumentarium, um die Kosten für den Aggressor zu erhöhen und Bedingungen für Verhandlungen aus vorteilhafteren Positionen zu schaffen. Der Erfolg eines solchen Ansatzes hängt jedoch von der Konsequenz der Maßnahmen und von der Bereitschaft des Partners (in diesem Fall der Ukraine) ab, seine Bedingungen im Dialog durchzusetzen.

Fazit

Rubios Worte machen deutlich, dass man in Washington derzeit die Kombination aus Sanktionen, Waffen und Diplomatie für die optimale Strategie hält. Die Frage für die Ukraine ist, ob es gelingt, diese Erklärungen in dauerhafte Sicherheitsgarantien und konkrete Ergebnisse auf dem Schlachtfeld und am Verhandlungstisch zu verwandeln. Ob die Partner ihre Rolle als Katalysator beibehalten, hängt davon ab, wie schnell und klar Worte in Taten umgesetzt werden.

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