Nepal: Warum ein Haus zum Massengrab für 24 Menschen wurde

In Bidur bargen Rettungskräfte 24 Leichen aus einem Gebäude aus dem Schlamm – die Behörden räumen ein, dass dies möglicherweise nicht die endgültige Zahl ist, und das Ausmaß der Tragödie zeigt, warum Bergdörfer Nepals so anfällig für plötzliche Überschwemmungen sind.

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In dem nepalesischen Bezirk Bidur haben Rettungskräfte 24 Leichen aus einer Schlamm- und Geröllschicht geborgen — alle befanden sich in einem Gebäude. Unter den Toten ist auch ein Kind, berichtet CNN. Der Polizeichef Bipin Regmi verbirgt nicht, dass dies wahrscheinlich nicht die endgültige Zahl ist.

Wir vermuten, dass dort noch mehr Leichen begraben sind

Eine praktische Frage stellt sich sofort: Warum wurde gerade ein Haus zur Falle für so viele Menschen gleichzeitig? Nach Angaben des Vertreters der Gemeinde Betrawati, Mangal Tamang, waren unter den Toten überwiegend Erwachsene und nur ein Kind. Dies deutet darauf hin, dass das Gebäude als vorübergehender Zufluchtsort für mehrere Familien gedient haben könnte, die während der Flut dorthin flohen und auf stabilere Wände oder höhere Stockwerke hofften — und nicht mehr herauskamen, als Wasser und Schlamm die Ausgänge blockierten.

Die Logistik des Todes: Warum Leichen per Hubschrauber transportiert werden

Sechs Leichen wurden bereits per Hubschrauber nach Kathmandu gebracht — nicht mit dem Auto, nicht mit dem Zug, sondern mit dem Helikopter. Diese Details erklären bereits das Ausmaß der Zerstörung: Die Landwege in die betroffene Region sind entweder zerstört oder unsicher. Die übrigen Leichen verbleiben in der Stadt und warten auf Evakuierung auf demselben Wege.

Die Sucharbeiten werden auch in benachbarten Häusern fortgesetzt — Rettungskräfte schließen nicht aus, dass unter der Schlammschicht möglicherweise noch Menschen, lebend oder tot, sein könnten. Dies bedeutet, dass die offizielle Statistik der Opfer der Flut in den nächsten Tagen sehr wahrscheinlich ansteigen wird.

Nicht nur eine nepalesische Tragödie

Parallel zu den Sucharbeiten in Bidur läuft in Nepal eine separate, speziellere Operation: die DNA-Identifizierung von 56 Ukrainern, die nach derselben Naturkatastrophe als vermisst gelten. Zwei Prozesse — eine großangelegte Operation zur Bergung von Trümmern und genaue Laborarbeit zur Identifizierung — laufen gleichzeitig ab, und gerade die zweite wird Aufschluss darüber geben, wie viele Ukrainer unter den Opfern dieser Flut sind.

Die Frage, die offen bleibt: Wenn Rettungskräfte die Befürchtungen von „noch mehr Leichen" unter den Trümmern nur in diesem einen Haus bestätigen, wie sehr wird sich dann das Gesamtbild der Verluste in der gesamten Region Bidur verändern?

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