Instagram wird KI-Profile kennzeichnen: So erkennen Sie künstliche Influencer noch vor dem neuen Label

Instagram verpflichtet zur Kennzeichnung von Konten mit erfundenen KI-Charakteren, andernfalls wird ihre Reichweite reduziert. Doch bis die Markierung massenhaft funktioniert, gibt es einfachere Möglichkeiten, um künstliche "Menschen" selbstständig zu erkennen.

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Інтерфейс Instagram (Фото: Meta)

Instagram führt eine obligatorische Kennzeichnung „durch KI generiertes Profil" für Konten mit fiktiven Charakteren ein. Dies berichtet Engadget. Falls der Autor den Status nicht hinzufügt, wird die Plattform die Reichweite solcher Profile reduzieren – im Grunde genommen wird das Verbergen der künstlichen Natur der „Person" auf dem Foto bestraft.

Praktischer Hinweis: Die neue Kennzeichnung betrifft nicht jeden mit KI erstellten Inhalt, sondern speziell Charaktere – fiktive „Menschen", die wie echte Autoren wirken, etwas empfehlen oder werben. Der frühere Status „KI-Creator" war breiter gefasst und verwirrte Nutzer, daher hat Meta die Definition eingegrenzt.

Warum dies keine rein ethische Entscheidung ist

Das Unternehmen erklärt seine Motivation offen geschäftlich: Menschen möchten sich nicht auf einen „echten" Blogger abonnieren, um dann zu erfahren, dass die Ratschläge zu Hautpflege oder Finanzen von einem generierten Charakter stammen. Vertrauen ist ein Vermögenswert, das durch Werbungsintegration monetarisiert wird, und gefälschte Influencer untergraben diesen Vermögenswert für die gesamte Plattform, nicht nur für einzelne Marken.

Deshalb ist die Logik einfach: ohne Kennzeichnung – weniger Reichweite, weniger Geld aus Werbung, weniger Grund, die künstliche Herkunft des Kontos zu verbergen.

Was man tun kann, während die Kennzeichnungen noch nicht überall verfügbar sind

  • Überprüfen Sie, ob das Konto eine Veröffentlichungsgeschichte vor dem Erscheinen des „perfekten" Bildes hat – echte Menschen erscheinen selten in sozialen Netzwerken sofort mit konsistentem Stil und ohne frühe misslungene Fotos.
  • Achten Sie auf Einheitlichkeit der Beleuchtung und des Hintergrunds in verschiedenen Videos – KI-Generierung „verrät" sich oft gerade dadurch.
  • Suchen Sie nach echten Antworten in Kommentaren: Ein künstlicher Charakter antwortet entweder gar nicht oder antwortet schablonenhaft.

Autoren, die die Kennzeichnung für fehlerhaft halten, können die Entscheidung über den Abschnitt Account Status anfechten – es gibt also keine vollständige Automatisierung hier, es gibt eine manuelle Überprüfung.

Diese Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund einer Serie von Klagen gegen Meta wegen Schäden für Nutzer: Das Unternehmen erklärte sich bereit, 16,7 Mrd. Dollar in einer Klage wegen Schäden für Kinder auf Instagram und Facebook zu zahlen, und ein Gericht in Neumexiko verpflichtete das Unternehmen im August zur Zahlung von weiteren 567 Mio. Dollar. Die Frage des Vertrauens in Inhalte wird für Meta nicht nur zur Reputationsfrage, sondern auch zu einem direkten Rechtsrisiko.

Wenn die Kennzeichnung die Reichweite gefälschter Influencer tatsächlich senkt, wäre der nächste logische Schritt, ähnliche Anforderungen auf TikTok und YouTube auszuweiten – andernfalls würden künstliche Charaktere einfach dorthin migrieren, wo die Kennzeichnung noch nicht obligatorisch ist.

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